Sonntag, 28. Februar 2016

Letzte Runde: 4 Wochen Home-Office

Fast vorbei ist der Februar. Einen Tag gibt es in diesem Jahr noch dazu. Aber heute ist vielleicht einer der letzten Tage meines Home-Office-Zwischenspiels. Vielleicht werde ich morgen schon genauer bescheid wissen. Dann werden im März möglicherweise keine wöchentlichen Rückblicke mehr kommen. Monatlich würde ich dafür gerne weiterhin berichten, was so passiert ist und was ich geschafft habe. Genießen wir nun also einen vorläufig womöglich letzten Wochenrückblick!

Das habe ich diese Woche geschafft:
  • Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag mein Arbeitspensum geschafft
  • ein Vorstellungsgespräch wahrgenommen
  • mein Bett aufgebaut und eingeräumt
  • den Kleiderschrank sortiert und geordnet
  • schokoladige Muffins für die Seele gebacken
  • das Buch von letzter Woche fertig gelesen

Wahnsinn wie schwer es ist, den Inhalt einer einzigen Woche zusammenzukriegen. Ich musste gerade wirklich überlegen, was wann war. Gut, dass ich jetzt meinen Kalender zum Nachschauen habe. Was erst vor wenigen Tagen gewesen ist, erscheint mir, als wäre es schon ewig her. Verrückt. Ich überlege gerade, ob ich besonders intensiv oder geistig abwesend gelebt habe. In den letzten Wochen, denn gleichzeitig kommt es mir vor, als wäre ich schon seit einer Ewigkeit in dieser Arbeits- und Lebenssituation, und als wäre der Februar in rasendem Tempo an mir vorbeigerauscht. Aber ich glaube, dass beides nicht so richtig zutrifft, und doch ist es von allem etwas. Tagsüber bin ich durchaus intensiv und gut drauf, manchmal sprudelt überschüssige Energie aus mir heraus. Genauso schnell aber lässt mich eine Vorstellung, eine Nachricht oder ein Film traurig, oder, besser, nachdenklich werden. Außerdem geben mir meine unbezwingbaren Schlafstörungen und die seltsamen Albträume das Gefühl, dass in einer Nacht ganze Jahrzehnte vergehen. Vielleicht ist es das, was die Zeit so komisch erscheinen lässt. Zur Zeit ziehe ich mir jeden Abend eine YouTube-Playlist mit Autogenen Trainings rein. Jedes Video dauert 20 oder 30 Minuten. Vier Stück brauche ich davon ungefähr bis ich weg bin. Besser als noch vor ein paar Wochen, als ich drei oder vier Stunden gebraucht habe. Außerdem stehe ich jetzt immer zwischen 10.30 und 11.30 Uhr auf. Nach wie vor klingelt ein Wecker am anderen Ende des Raumes. Das klappt ganz gut, auch wenn ich mich danach immer nochmal ins Bett verziehe, aber richtig einschlafen kann nicht mehr, wenn ich schon gestanden habe. Sollte es klappen mit dem Praktikum, lösen sich diese Sorgen ja zum Glück sowieso auf. Und wenn ich mich dann die ersten paar Wochen mit nur vier Stunden Schlaf pro Nacht herumgequält haben werde, wird sich der Körper schon ein halbwegs vernünftiges Schlafverhalten angewöhnen. Hauptsache, es gibt was zu tun, darauf freue ich mich schon. Ich will arbeiten und zwar bitte viel. Okay? Okay. Und bald ist ein gewisses grünes Früchtchen in Berlin, auf das ich mich freue.  Mit der Planung meines eigenen kleinen Projekts setze ich mich gedanklich ebenfalls schon auseinander. Momentan (oder immer?) will ich ganz viel und das sollte ich wohl als eine gute Grundlage ansehen. Nicht umsonst heißt mein Mantra: Ich will das. Ich kann das. Ich schaffe das. 

Bleibt so wunderschöne verrückte Menschen, ihr Lieben, und lasst uns gemeinsam glitzern für alle, denen das Leben gerade schwerfällt. Ich denke an euch. ♥♥♥

Nimm Dir doch 'nen Keks! :)

 

Donnerstag, 25. Februar 2016

Vom Schaffen und Fühlen

Eigentlich wollte ich gestern schon bloggen. Aber dann war ich einfach todesfertig und konnte mich nicht mehr bewegen. Heute geht das übrigens auch nur eingeschränkt. Muskelkater. Gestern kamen die Einzeteile meines Bettes an und ich schraubte den halben Tag und lotete sämtliche körperlichen Möglichkeiten aus, um auch ohne vier Hände alles gleichzeitig festzuhalten. Ehrgeizig wie ich bin habe ich natürlich alles allein innerhalb von fünf Stunden aufgebaut. Aber ich kann auch ohne Anleitung und ohne fremde Hilfe Kleiderschränke zusammen bauen. Jaja, und jetzt ist es fertig, das gute Stück. Die erste Nacht war angenehm und es ist ein tolles Gefühl, sich auch sitzend im Bett aufzuhalten, ohne Angst haben zu müssen, dass es zusammenkracht.



Jedenfalls bin ich sehr stolz auf diese neue Errungenschaft und würde am liebsten allen davon erzählen. Also auch euch, versteht sich. Im letzten Post haben wir ja über Utopien gesprochen - also, ich habe davon gesprochen, die Mehrheit von euch schien sich lieber auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber das ist ja auch gut. Das Gefühl, etwas zu schaffen, das machte es sich in den letzten Tagen bequem bei mir. Sei es das Bett oder früher mit der Arbeit fertig zu werden. Den heutigen Tag habe ich bisher damit verbracht, die Regale unterm Bett fertig einzuräumen, eine ganze Menge Mist auszusortieren und meinen Kleiderschrank ansehnlicher zu machen - sprich aufzuräumen. Mein Vorstellungsgespräch am Dienstag war eigentlich ganz gut. Nach anfänglicher Skepsis warte ich nun ungeduldig auf die Entscheidung, von der ich wohl erst Anfang nächster Woche erfahren werde. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl, sollte auch ein paar Texte nachschicken, aber irgendwie habe ich doch auch Angst vor einer Absage. Einfach aus Prinzip. Ich will gut sein und überzeugen, aber ich kann unglaublich schwer einschätzen, wie ich nach außen hin wirke. In meinem Kopf ist das Bild einer unsicheren, unscheinbaren, schüchternen, verklemmten und unfähigen Person immer noch fest verankert, dabei weiß ich EIGENTLICH, dass ich so nicht (mehr?) bin. Ich weiß aber nicht, ob ich auf andere freundlich, witzig, peinlich, kompetent, dumm, böse, ruhig, zu wild gestikulierend oder mich zu fest am Kaffeebecher festhaltend wirke. Außerdem merke ich, dass mich mein alter Chef echt ein bisschen vorbelastet hat. Ihm war ich ja alles mögliche: zu emotional, zu aufmüpfig, zu verklemmt, was sexistische Witze anging, nicht locker genug, nicht organisiert genug, nicht belastbar genug, zu langsam, zu schnell, zu ... aber meine Aufgaben machte ich ja unglaublich gut! Ähm. Ja. Egal. Ich versuche mich davon mal frei zu machen.

Da wollte ich gar nicht hin mit diesem Post. Ich wollte über das Schaffen schreiben. Die Tage sind wie immer viel zu kurz, um die langen Wanna-Do-Listen in meinem Kopf erfüllbar zu machen. Bei den To-Do-Listen in meinem Kalender sieht es da glücklichweise besser aus. Ich entwickele ein Gefühl dafür, was ich an einem Tag schaffen kann. Meine Aufräum-Challenges sind jetzt eigentlich alle erfüllt und ein herkömmlicher wöchentlicher Putztag wird nun hoffentlich langfristig ausreichen. Umso mehr wird es Zeit für eine neue Aufgabe. Ich habe Hummeln im Hintern, wie es sich so schön sagt. Mancmal renne ich wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her, schlittere durch den langen Flur und habe ein bisschen viel Energie. Vielleicht, weil bald Frühling wird. Schreibe ich, nachdem bis vor Kurzem ein wilder Schneesturm vor meinem Fenster tanzte.

Jetzt scheint wieder die Sonne und ich glaube, das nutze ich schnell noch, bevor sie gleich wieder untergeht. Für einen Gedankenspaziergang auf der Suche nach gehaltvolleren Inhalten für das nächste Mal. Glitzert morgen schön ins Wochenende! ♥

Sonntag, 21. Februar 2016

Es geht weiter - 3. Woche Home Office

3 Wochen klingen nach gar nicht so langer Zeit. Aber sie fühlen sich schon so ewig an. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich recht schnell in neuen Situationen zurecht finde. Oder es ist einfach Zeit für etwas Neues. Wie auch immer. Hier ist meine Liste mit geschafften Dingen:

Ich habe
  • Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag mein Arbeitspensum geschafft
  • soziale Kontakte gepflegt (Museums- und Restaurantbesuch mit Schwester von S.)
  • zwei Bewerbungen geschrieben
  • einen Termin für ein Vorstellungsgespräch nächste Woche ausgemacht
  • einen Kalender gekauft
  • ein halbes Buch gelesen
Im Grunde erfordert das Bewerben nur einen mittelmäßigen Zeitaufwand, aber das hängt immer auch von der Motivation ab. Zu dem Vorstellungsgespräch kann ich nicht viel sagen, ist zu speziell, um es allgemein zu beschreiben. Aber es wäre etwas Redaktionelles, ein StartUp wieder, daher auch die schnelle Antwort. Ob ich das will, weiß ich noch nicht, aber ich dachte, ich schaue es mir erstmal an und lerne die Leute kennen. Ich versuche, mich doch wieder davon abzuwenden, wählerisch zu sein, und mich einfach überall zu bewerben, wo ich nicht sofort "auf keinen Fall!" denke.

Die Planung des Jahres nimmt sehr langsam, aber doch wahrnehmbar immer mehr Gestalt an. Eine ehemalige Kollegin ist gerade in Berlin zu Besuch und wir treffen uns nächste Woche alle mal - soziale Aktivität also in Aussicht. Im März sehe ich die liebe Kiwi wieder und im Juni gleich nochmal, um wieder mal eine gewisse Lesung zu besuchen. Das zum Anlass für einen Blick ins letzte Jahr genommen macht mir bewusst, dass sich im Vergleich dazu doch einiges verändert beziehungsweise entwickelt hat. Und es regt an, in die Zukunft zu blicken und die Planung weiterer Pläne zu planen. Deshalb auch der Kalender, etwas verspätet, für 2016. Natürlich mit Schmetterlingen, wie auch mein aktuelles Notizbuch und überhaupt ist das ein Motiv, das ich lieber mag als hässliche Entlein und Schwäne.

Mir sind Dinge eingefallen, die ich schon längst machen wollte. Dinge, die ich machen würde, wenn ich Geld hätte. Und Dinge, die ich vielleicht auch noch machen könnte. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, am Ball zu bleiben, und ich bin eine Meisterin darin, mich schon im Voraus erfolgreich selbst zu frustrieren. Aber eigentlich könnte ich mir sicher sein, dass ich es schaffe, weil ich es kann und weil ich will. EIGENTLICH. Aber............ xyzkrkpfrft.

Ich wollte schon vor Ewigkeiten einen zweiten (unverfänglicheren) Blog anfangen, den ich als Referenz für Bewerbungen nehmen könnte, zwecks veröffentlichter Arbeitsproben und so. Aber mit den typischen Themen, die gut ankommen, würde ich mich nicht wirklich wohlfühlen. Heute geisterten mir ein paar Ideen durch den Kopf. Ich muss nur weg vom explosionsartigen Einfachmachen, hin zu kluger Planung und Konzepten. Das ist ja nicht so einfach wie hier. Doch, eigentlich habe ich durch ein, zwei Kurse an der Uni und mein Praktikum aka meine eigeninitiative Recherche einiges gelernt, was mir nützen könnte...

Was ich vielleicht machen würde, wenn ich Geld oder Zeit oder die Möglichkeiten dafür schaffen könnte? Irgendwie weniger auf unbequemen Stühlen sitzen und den Bildschirm anstarren und den ganzen Tag nichts anderes machen. Lieber hätte ich eine beliebige Anzahl von Parallelwelten, in denen ich alles gleichzeitig machen kann. Ich würde natürlich Bücher schreiben und Chefredakteurin sein und erfolgreich bloggen, aber auch Vorträge halten und Lesungen lesen und wieder Gesangsunterricht nehmen und einen Kinderchor anleiten und Organisationen gegen blöde und für gute Sachen gründen und Radiomoderatorin sein und als Lehrerin oder Dozentin arbeiten und jeden Tag in einer anderen Stadt aufwachen (oder vielleicht alle paar Wochen) und wenn ich das könnte, dann würde ich sicher auch tanzen und hüpfen und durchdrehen... Jap, gar nicht größenwahnsinnig oder so... Das ist ja auch nur die Idealvorstellung. Ich weiß, dass das nicht geht und mensch nicht alles haben kann.^^

Aber: Wenn alles möglich wäre, es keine Grenzen gäbe und Du etwas völlig utopisches und irrealistsiches machen könntest - was wäre es? 

Ich freue mich über Antworten und schicke euch GlitzerSockenGlitzer ♥



Freitag, 19. Februar 2016

Wenn selbst Utopien nerven - Meckerpost #3

kotznerv. Mir fällt kein guter Satz für den Anfang ein. Vor allem nicht, während ich mich auf das unzufriedene Gefühl der ersten Wochentage einlasse. Das muss ich aber, weil ich über Sachen schreiben will, die mich genervt haben. Also, prinzipiell nerven die auch immer noch. Aber meine Grundstimmung ist jetzt besser. Dank früheren Aufstehens durch radikale Weck-Maßnahmen und effektiveren Arbeitens durch ... Disziplin! Äh, ja. Auch nur, weil gewisse Texte fertig werden mussten, bevor ich gestern mit der Schwester von S. ein Museum für moderne Kunst und anschließend ein veganes Restaurant mit viiiel Essen besuchte. Ich habe 7 Tage am Stück gearbeitet und heute endlich mal wieder frei - nur um meine Errungenschaften der letzten Tage durch Ausschlafen und Rumgammeln zunichte zu machen...

Aber kommen wir zu meiner kurzzeitig allumfassenden Unzufriedenheit und den Nervfaktoren. Wenn  mein Notizbuch bitte die richtige Seite aufgeschlagen lassen würde, danke. Zwar habe ich vor Kurzem erst einen Artikel über Schönheit und meine persönliche Vorliebe für Make-Up in meinem Gesicht veröffentlicht. Trotzdem nerven mich zur Zeit Körper- und Äußerlichkeiten. Mich nerven all diese zeitverschwenderischen Bedürfnisse. Schlafen nervt. Essen nervt. Trägheit nervt. Aufs Klo müssen nervt. Monatliche Frauenbeschwerden haben nervt. Denken nervt auch. Denn das Erdenken, Nachdenken, Umdenken, Durchdenken, Wegdenken und Zerdenken führt zu irrealistischen Vorstellungen, die das Machen behindern. Und Machen scheint die erstrebenswerte Größe zu sein. Und ich will ja machen. Aber während ich die ganze Zeit darüber nachdenke (und rede und schreibe), was ich machen will, mache ich, richtig, nichts. Außerdem denke ich in größenwahnsinnigen Utopien, was dazu führt, dass mich das Einfache, Erreichbare nicht mehr interessiert und ich wieder nichts mache. Eine Teufelsspirale. In dem Zusammenhang nervt mich übrigens auch mein Alter. Also, ich finde es gut, jung zu sein und noch einiges an Lebenszeit vor mir zu haben! Aber es nervt mich, dass ich, um etwas Sinnvolles zu tun, scheinbar erst mal ein "ernstzunehmendes Alter" erreichen soll. Diese Leute, die sagen "warte nur ab, in 10 Jahren sieht die Welt gaaanz anders aus", kennt ihr die? Aber was zur Hölle interessiert es mich, was in 10 Jahren ist? Ich lebe ja schließlich jetzt. Was machen diese ganzen irgendwann später mal erfolgreichen Menschen denn in der Zwischenzeit? "Sie arbeiten auf ihre Ziele hin." Mhm. "Es ist ganz normal, dass Du zuerst langweilige, doofe, sinnlose und vielleicht auch verwerfliche Dinge tust." Krk. Ich bin nicht normal.

Von den Äußerlichkeiten ausgehend erreichen wir den nächsten Nervpunkt. Onlineshopping. Ich wollte Klamotten haben, ohne mich dem Stress des offline durch die Läden tingeln auszusetzen. Eigentlich die bequemste Alternative. Was mich daran nervt ist, dass die Klamotten auf den Fotos da natürlich nicht einfach so rumhängen wie im Laden, sondern schönheitsideale Models sie - mehr oder weniger - ausfüllen. Das bringt mich regelmäßig mit den Größen durcheinander. Trägt das Model XS, bestelle ich eine Größe größer und hoffe, dass ich darin nicht presswurstig aussehe, und passt es doch wieder nicht, weil ich auch nicht so groß bin. Dabei kenne ich meine Größen ja eigentlich, aber diese Fotos führen mich trotzdem in die Irre. Es lässt sich auch schwer einschätzen, wie das jeweilige Kleidungsstück an mir aussehen wird, weil meine Körperform einfach ganz anders ist, als die der Models. Das fiel mir besonders auf, als ich im Shop ein Kleidungsstück sah, dass ich schon besitze, und ich mir dachte, na das sieht bei mir aber ganz anders aus, wie ein richtiger Pullover eben, und sie könnte den als Kleid anziehen. Früher war das viel einfacher. Da habe ich einfach immer die kleinstmögliche Größe genommen und musste dann sehen, wie ich da rein passe - also abnehmen. Das sind genau die Größen, die bei den Teilen, die mir gefallen, immer ausverkauft sind. Ich ärgere mich darüber, dass die Modelfotos unterbewusst die Frage aufkommen lassen, ob es nicht schöner wäre, genauso auszusehen wie die, nur damit die Klamotten an mir auch so aussehen, wie auf den Bildern, und ich eben keine böse Überraschung erleben  müsste. Sinnvoll wäre doch, wenn ich einfach alles nach meiner Größe filtern könnte und dann auch die Kleidung von Menschen, die meine Größe tragen, präsentiert bekäme. Aber wer würde dann noch Diätprodukte kaufen, wenn alle mit sich zufrieden wären? Undenkbar.

Vielleicht resultiert Unzufriedenheit aus den Gegebenheiten, die sich nicht oder nicht direkt beeinflussen lassen.

(Textbeginn von heute. Möchte das, nachdem ein paar Stunden vergangen sind, jetzt einfach mal so stehen lassen. Damit ich mich jetzt nicht nochmal in die Unzufriedenheit reinfühlen muss. Glitzert schön ins Wochenende, ihr lieben Menschen. ♥ )

Sonntag, 14. Februar 2016

Wochenrückblick - 2 Wochen Home Office

Wieder ist eine Woche vergangen und hier kommt - diesmal pünktlich - meine Liste mit geschafften Sachen. Ich habe:
  • Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag mein Arbeitspensum geschafft
  • meine "Schmuddelecke" und meinen Nachttisch aufgeräumt (ich werde noch zum Ordnungsfreak^^)
  • mir die Einzelteile für mein neues Bett bestellt
  • nochmal bei der Praktikumsstelle angerufen (ich soll mich im April wieder melden)
  • den Heizungsableser in die Wohnung gelassen (nicht unbewaffnet^^)
  • mit meinen Großeltern telefoniert
  • soziale Kontakte gepflegt

Mein Bett werde ich mir aus Regalen bauen, so das unten drunter schön viel Stauraum entsteht. Die Idee habe ich aus einer plötzlichen Motivation heraus bei der Internet-Recherche entdeckt. Ansonsten fehlt meiner Aufräum-Challenge nur noch der Kleiderschrank. Wenn das Bett übernächste Woche steht und der Inhalt der Kisten, die jetzt meinen Schlafplatz darstellen, einsortiert ist, dann habe ich ein fertiges ordentliches Zimmer. Wird auch Zeit, nachdem ich bald ein Jahr hier wohne. Das ist übrigens dann Rekordzeit für Berlin. Ich hoffe mal, dass das ein gutes Zeichen ist und ich nicht allzu schnell wieder meine Koffer packen muss. Aber ich kann ja nie wissen...

Alles in allem geht es mir ganz gut, solange ich mich nicht mit der Sinnfrage oder meiner beruflichen Zukunft beschäftige. Nur meine Schlafstörungen machen mir gerade zu schaffen. Also, die sind ja nichts neues, aber zur Zeit nehmen sie extremere Formen an als sonst. So brauche ich zwischen drei und vier Stunden vom Ins-Bett-Gehen bis zum Einschlafen, muss nachts aufs Klo, habe dann aber auch ständig das Bedürfnis, etwas zu trinken. Außerdem kann ich mich nicht zwischen Fenster auf und Fenster zu entscheiden, habe Kopfschmerzen und denke Romane. Vielleicht habe ich gerade irgendeinen Mangel, denke ich mir. Jedenfalls nervt das ziemlich, weil ich mir gleichzeitig vornehme, früher aufzustehen. Zehn Uhr spätestens wäre das Ziel.

Gestern habe ich mich mit S. und ihrer Schwester getroffen. Wir saßen einfach nur bei ihr zu Hause, haben einen Wein getrunken und uns unterhalten. Das fand ich im Gegensatz zu letzter Woche sehr angenehm, weil es auch nur bis zwei Uhr ging und nicht bis zum nächsten Morgen. Ich hasse es immer, wenn dann der Schlafrhythmus und der nächste Tag total für den Allerwertesten sind. S. meinte auch, dass wir uns regelmäßiger treffen müssten. Wir resümierten über unsere gemeinsame Studienzeit und stellten fest, dass wir uns beide nicht wirklich zu einem der Grüppchen in unserem Kurs zuordnen konnten. Außerdem sind wir beide ziemlich spießig geworden. Anfangs galten wir als die Feierwütigsten, die jede Party mitnahmen, unter unseren Mitstudenten, jetzt sind wir irgendwie faul und träge geworden und begeistern uns maximal für einen Barbesuch. Oder wir trinken eben zusammen Tee und besuchen klassische Konzerte (okay, einmal...), wie zwei alte Omis.^^

Die Praktikumssuche läuft zur Zeit irgendwie nicht so motiviert. Ich denke zwar, dass ich eigentlich viel mehr Zeit haben müsste, aber irgendwie geht doch immer der ganze Tag für Arbeiten, Essen und Haushalt drauf. Und zwei, drei Stunden möchte ich eben auch mal nur You-Tube-Videos schauen oder ein Buch lesen. Ich glaube, die kurzen Geradeaus-Starren-Zu-Viel-Nachdenken-Pausen häufen sich über den Tag und deswegen brauche ich immer für alles so lange. Immerhin aber habe ich jetzt mein Praktikumszeugnis! Er hat es mir als PDF zugeschickt. Drauf steht ein falsches, späteres Anfangsdatum, bei der Kommasetzung rollen sich sämtliche Fußnägel hoch und Rechtschreibfehler sind auch drin. Inhaltlich scheint es aber ganz okay zu sein. Auf das Datum habe ich ihn nochmal angeschrieben, denn wenn ich das Zeugnis da nachreiche, wo ich mich schon beworben und im Lebenslauf natürlich das richtige Datum angegeben habe, kommt das ja nicht so gut. Außerdem unterschlägt er einfach mal einen halben Monat. Er antwortet aber nicht mehr. Das ärgert mich schon ein bisschen, aber egal, Hauptsache überhaupt ein Zeugnis!!

So, das war ja wieder viel langweiliger Alltagskram. Und das interessiert euch echt? xD Naja, für mich ist es auf jeden Fall bestimmt nicht schlecht, zu dokumentieren, dass ich überhaupt was geschafft habe, und nicht nur herumgammele. Ich mache mir auch jeden Abend einen kleinen To-Do-Zettel für den nächsten Tag, für die Struktur und damit ich morgens gut aus dem Bett komme, weil ich weiß, wie der Tag aussehen wird. Ich glaube zwar nicht, dass es etwas gibt, das ich noch nicht ausprobiert habe, aber falls ihr noch einen ultimativen Geheimtipp gegen Schlafstörungen habt, her damit!

Weil es in letzter Zeit wieder vermehrt Anfragen zu dem Thema gab, will ich demnächst mal meine noch in der Ideen-Kiste schlummernden Posts zu dem Essstörungs-Thema in Angriff nehmen. Da gibt es ein paar Geschichten und Aspekte, die ich noch erzählen möchte, und vielleicht geben sie ja einigen Menschen wieder die ein oder andere Anregung. Oder gibt es irgendetwas, was euch zu dem Thema interessieren würde?

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche, viel Kraft und Glitzer und (kalorienfreie) Kekse und was euch sonst so den Tag verschönern könnte. ♥

Was hast Du diese Woche geschafft? (Nichts gilt nicht!)


 

Freitag, 12. Februar 2016

Es ist ein "Leben danach"

Kennt oder kanntet ihr das? Dass, während ihr in ewas drin stecktet, Außenstehende so etwas sagten wie "Das geht vorbei.", "Werde erstmal so alt wie ich.", "Warte nur ab!" oder "Irgendwann werden Sie eine eigene Familie und ein tolles Leben haben und dann sind Sie angekommen." (*grusel)? Dass euch Personen gezeigt wurden, die "es geschafft" hatten (aus der Essstörung, dem Drogensumpf, der Geistesgestörtheit - whatever)? Dass Bücher, die sich mit genau eurem "Struggle" beschäftigen, zu Ende gingen und das Gefühl in euch zurückließen, dass die*der Protagonist*in nun eine 180°-Kehrtwende machte und dieses wundersame "Leben danach" führte?

Ich kam mir in solchen Situationen dann immer irgendwie blöd vor. Fühlte mich wie eine mickrig-kleine Versagerin. Weil ich dieses Schwuppdiwupp zu einem glücklichen Leben einfach nicht hinkriegte. War ich zu uneinsichtig? Ließ ich mich nicht darauf ein? War ich schlicht zu doof dafür? ....

Und jetzt? Von einer Kehrtwenden-Pirouette habe ich jedenfalls nichts mitbekommen. Aber eigentlich stehe ich schon längst an dem Punkt, der die Bezeichnung "glückliches Leben" tragen sollte. Es ist nach der Zeit in meinem Elternhaus. Es ist nach der Internatszeit. Es ist nach dem Kinderheimleben. Es ist nach der Minderjährigkeit. Es ist nach dem Abitur. Es ist nach der Therapie. Es ist nach den Gerichtsverfahren. Es ist nach den Selbstverletzungen. Es ist nach der Essstörung. Es ist nach der Gewalt. Ich lebe es doch schon. Das "Leben danach". Aber da war kein krasser Break. Kein neues Kapitel, das ich aufgeschlagen habe. Und nur weil jetzt "danach" ist, heißt das nicht, dass es das "davor" nicht mehr gibt. Ich habe nichts vergessen. Und die Zeit heilt nicht alle Wunden. Es wächst bloß die Haut über dem Schmutz zusammen. Ob es zu einer Blutvergiftung kommt oder die verbliebenen Partikel anderweitig abgebaut werden, das weiß ich nicht. Bei mir war das nicht so, dass plötzlich jemand kam und mir eine Wunde in mein Leben geschlagen hat. Ich bin hineingewachsen in ein geringschätzendes, gewalttätiges, mir keine eigene Identität zugestehendes Umfeld. Und genauso wenig plötzlich gehen wie auch immer geartete Probleme wieder weg und alles wird supermegagigantisch gut.

Jede*r wünscht sich den leichtesten, schnellsten und besten Weg. So kommen die eingangs genannten Aussagen zustande. Dabei erschweren gerade sie uns den Weg, denn wenn wir denken, es ist eigentlich alles ganz einfach, und es dann nicht funktioniert - na, was sollen wir denn dann von uns halten?!
(Das ist genauso albern, wie diese Sprüche auf den Yogi-Teebeuteln.)

"Aber es stimmt doch! Du bist doch erwachsen. Du erlebst keine Gewalt mehr. Du führst ein selbstbestimmes Leben. Was ist Dein Problem, undankbare Bitch, wieso grätschst Du in meine heile Welt rein?!" Ja, aber das ist eben alles noch komplexer, möchte ich gerne sagen, aber wenn ihr diese Zeilen hier lest, ist euch das wahrscheinlich bewusst. Ich bin durch Zweifel und Fragen und Ängste gewachsen. Diese "Schwachpunkte" machen mich stark. Ohne sie hätte ich nie den Mut gefunden, mein eigener Mensch zu sein und mir die Rechte an meinem Leben zu sichern. Das hier ist alles mein Leben. Und nur, weil etwas vergangen ist, ist es nicht weniger real und heißt nicht, dass es mich nicht mehr beschäftigen darf. Besitzt das "Nach vorn schauen" große Anerkennung, sollte diese auch dem "Zurück blicken" vergönnt sein.

- Danke, dass meine Worte Teil eures Lebens sein dürfen. Danke für eure Worte, die mein Leben (danach) so bereichern. Glitzer für alle. ♥ -


Donnerstag, 11. Februar 2016

Damenbart-Waxing tut WEH!

Wer schön sein will, muss leiden.

Wahre Schönheit kommt von innen.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Schönheit - ein Markenzeichen?
Schönheit - ein Muss?

Home Office fühlt sich immer irgendwie gammlig an. Weil - ungeschminkt. Jogginghose. Haare wie ein wildgewordener Handfeger, würde meine Oma sagen. Wieso? Na, sieht mich doch eh keiner, vor die Tür gehe ich höchstens, um zum Supermarkt um die Ecke zu laufen. Und da muss man sich auch mal ohne Make Up hintrauen, wär doch sonst bitchig - oder so.

Wisst ihr was? In meiner zweiten Home Office Woche ist mir einfach mal egal, "was man so macht". An einem Tag habe ich mich sogar geschminkt, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. SKANDAL, weil SINNLOS. (Wenn wir jetzt wirklich mit der Sinnfrage anfangen wollen...^^)

Gerade nach den paar Tagen krank sein hat es sich echt gut angefühlt, wieder wie ein Mensch, wie ICH auszusehen. Trotzdem sehe ich unter dem Tisch noch die bequeme Hose und die Sternchen-Socken hin und her wippen. Im Büro habe ich immer gerne die Schuhe ausgezogen und mich im Schneidersitz oder sonst wie hingesetzt. Das trägt für mich genauso zur Wohlfühlatmosphäre bei wie eben geschminkt sein und gemachte Haare haben. Und - bin ich jetzt eitel, tussig, wahrnehmungsgestört?

Dem gängigen Schönheitsideal entspreche ich jedenfalls nicht. Ich bin zwar schlank, aber nicht groß. Ich könnte zwar lange blonde Haare haben, sie sind aber lila und grün. "Na, dann brauchst Du Dich aber nicht wundern, wenn Du mal keinen Job findest. Nicht, dass Du aussiehst wie ein Punk!", sagt Oma. "Du wärst so hübsch in blond. Nicht wasserstoffblond, sondern so goldblond. Da würdest Du Punkte machen!" Blöd, dass sie irgendwie recht hat. Blöd, dass Bewerbungen ein Foto beigelegt werden muss und ich meines schwarz-weiß färbe, um nicht gleich aussortiert zu werden.

Aber ich bin doch noch jung. "Ja, schon aber..." und "Das Bett ist ja sowieso nur eine Übergangslösung, weil..." ...Du in ein paar Jahren eh heiratest und Dein Mann mehr verdienen wird als Du und ihr es euch so RICHTIG schön machen könnt und bitte werde schnell schwanger, damit ich meine Urenkel noch kennenlernen kann!

Oma-Style, ich weiß. Aber Oma hat immer (zumindest auch ein bisschen) Recht. Und wer als Kind später mal Opa heiraten wollte, fühlt sich davon unter Druck gesetzt. Auch wenn aus der süßen blonden Prinzessin ein kantiges, unangepasstes, rebellisches Wesen geworden ist, das sich selbst eigentlich nicht als solches bezeichnen, sondern die Norm sprengen möchte.

Heute habe ich bei meiner vielleicht zukünftigen Praktikumsstelle angerufen. Ich soll mich Anfang April wieder melden. Außerdem habe ich drei Regale bestellt, um daraus ein Bett mit Stauraum zu bauen. In zwei Wochen kommen sie an. Dann habe ich mir die Haare gefärbt. Gestern Abend hatte ich schon den Ansatz blondiert und mich gefragt, ob ich mal wieder komplett blond werden soll. Aber das sah so ungewohnt aus und irgendwie passt es nicht mehr zu mir. Jetzt werde ich mir den Pony schneiden und danach Bilder für diesen Post raussuchen. Dann werde ich mich weiteren sinnvollen Tätigkeiten hingeben, die noch auf meiner To-Do-Liste stehen.

Schön sein heißt wohlfühlen.
Schön ist das Leben.
Schön sind Menschen wie Du.

Der Glitzer in Deinem Herzen lässt Dich strahlen. ♥

Beauty ♥

Montag, 8. Februar 2016

1. Woche Home Office - Fazit

Eigentlich wollte ich euch schon am Samstag von meiner Woche berichten. Leider kam mir die Kotzeritis dazwischen und ich hing den ganzen Samstag überm Klo. Es folgten eine unruhige Nacht, in der ich versuchte, nicht noch mehr grünes Wasser zu kotzen, und ein dehydrierter Sonntag, an dem ich nicht wirklich klar denken konnte. Heute morgen durfte ich zu allem Übel auch noch mein schmerzhaftes Frauenproblem begrüßen, das sich als imaginäres Messer langsam in meinem Bauch um sich selbst dreht. Nicht schön und drei Tage verlorene Lebenszeit - aber was soll ich machen.  Morgen geht es wieder mit Arbeiten los. Krank sein kann ich mir eigentlich nicht leisten. Jetzt müsste ich diese Woche eigentlich sechs Tage arbeiten, aber ich weiß noch nicht, ob ich das schaffe. Dass ich den Termin mit meinem Ex-Chef, an dem er mir das Praktikumszeugnis aushändigen wollte, absagen musste, ist natürlich auch kontraproduktiv. Aber besser als in der Öffentlichkeit rumzukotzen.

Nun aber doch nochmal kurz zur letzten Woche. Ist eigentlich gar nicht so schlecht gelaufen. Ich habe folgendes mir vorgenommen und geschafft:
  • Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils mein Wortpensum geschrieben
  • den Kühlschrank ausgeräumt und ausgewischt (war dringend mal nötig^^)
  • meinen Schreibtisch entstaubt, aufgeräumt und neu organisiert
  • meinen Schmink"tisch" abgeräumt, aussortiert, gewischt, alte Haarfarben-Kartons mit schönem Papier beklebt, alles wohlsortiert und ordentlich wieder aufgestellt
  • ein Buch gelesen
  • Rückmeldung einer Praktikumsstelle erhalten und dort angerufen (Person war nicht da, rief auch nicht zurück, deshalb probiere ich es diese Woche nochmal)
  • "Soziale-Kontakte-Pflege" 

(nicht alles vegan, alte Sachen werden aufgebraucht)
Die Aufräume-Sessions sind so eine kleine Challenge an mich. Wenn ich schon den ganzen Tag hier rumhänge, und das wahrscheinlich noch ein wenig länger, wenn ich nicht bald mein Praktikumszeugnis bekomme, will ich es wenigstens ein bisschen netter gestalten. Also nehme ich mir für Tage, an denen ich nicht so viel zu tun habe, immer einen Teil meines Zimmers vor. Es fehlen noch der Nachttisch (da ist nicht so viel zu machen) und - ähm - meine Schmuddel-Ecke. Da liegt alles rum, was keinen Platz hat. Ich möchte da ein Regal hinstellen, S. hat eins, das sie nicht mehr braucht, ich muss es nur irgendwann mal hier her schleppen, worauf ich mit den Öffentlichen echt keine Lust habe. Dann will ich mir noch einen Sitzsack oder ein großes Sitzkissen anschaffen, weil ich doch öfter mal ganz gerne auf dem Boden sitze. Das größte Projekt wäre natürlich immer noch ein richtiges Bett, bei dem ich nicht ständig Sorge haben muss, dass es zusammenbricht. Aber das gestaltet sich ohne Fahrzeug und Fahrer einfach zu schwierig, als dass ich mir das wirklich vornehmen könnte. Klar gibt es in irgendwelchen Facebook-Gruppen Leute, die sich für sowas anbieten, aber dazu traue ich Fremden wiederum zu wenig. Aber ich komme schon so lange damit aus, dass ich es nicht als sehr dringend erachte.

Über die Rückmeldung auf die Bewerbung habe ich mich natürlich gefreut, ich hatte nicht mehr damit gerechnet, weil das Praktikum im Februar schon losgegangen wäre. Ist es auch und sie hatten schon jemanden. Aber sie bieten ab Mai wieder eine Stelle an und wenn ich da Zeit habe, würden sie mich gerne kennenlernen, schreiben sie. Müssen sie nur noch ans Telefon gehen. Ich versuche es morgen einfach wieder. Wie viel Sinn es macht, mich auf weitere Praktikumsstellen zu bewerben, weiß ich nicht, weil meine Bescheinigung von Januar nicht mehr aktuell ist (da steht "bis heute") und das Praktikumszeugnis, nunja, auf sich warten lässt. Ich hatte meinen Ex-Chef, der mir den ersten Termin auch erst auf mehrmaliges Nachfragen hin gab, angerufen und um einen neuen Termin gebeten, aber er meinte, das könne er so pauschal nicht sagen und ich soll mich doch melden, wenn ich wieder gesund bin. Naja, dass so ein Infekt kein Jahrzehnt dauert, ist doch wohl eigentlich logisch. Auf den Vorschlag, mir das Zeugnis doch als Scan zu schicken, reagierte er erst gar nicht. Am Wochenende war eine ehemalige Kollegin zu Besuch in Berlin (wir waren zusammen mit ein paar anderen Leuten in einer Bar) und sie erzählte, dass er ihr auch noch immer kein Zeugnis geben wollte. Sie hatte ihren letzten Arbeitstag irgendwann Mitte Oktober. Also, ich mache mir darüber echt Sorgen, denn am Ende dreht er mir noch einen Strick daraus, weil ich ja den "freundlicherweise von ihm angebotenen" Termin nicht wahrnehmen konnte. Ich habe wirklich überlegt, mich hinzuquälen, aber ich wollte es dann doch nicht drauf ankommen lassen...

Das wäre dann auch schon alles. Sehr spannend, ich weiß.^^ Für mehr Aufregendes bin ich leider noch nicht im Stande. Aber geht ja alles vorbei und gibt Schlimmeres, blabla, estutaberjetztwehbla. Ich wünsche euch allen einen schmerzfreieren Abend mit vielviel Glitzer. ♥


Donnerstag, 4. Februar 2016

Wann habe ich wieder begonnen zu schweigen?

Ich muss das jetzt schreiben. Auch wenn ich nicht mutig genug bin, um meine gesamte Leserschaft – gewünschte wie ungewünschte – daran teilhaben zu lassen. Ich muss endlich diese Gedanken der letzten Tage und Wochen in Worte fassen. Und sie sollen gelesen werden. Damit sie nicht mehr davon laufen können. Hier: Weiterlesen...