Sonntag, 29. November 2015

1. Advent - Überraschung

Immer ein bisschen unerwartet ist dann plötzlich 1. Advent - und das obwohl schon seit August die zahlreichen Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkten darauf hinweisen. In unserer Wohnung sieht es noch gar nicht nach Advent aus. Es ist auch niemand zu Hause außer mir. Und ich muss auch noch arbeiten, egal wie mein Kopf heute dröhnt, weil ich schon wieder erkältet bin. Der Schnee von gestern ist geschmolzen. Kalt ist es aber immer noch, eiskalt. Trotzdem steht neben mir eine große Tasse nach Zimt duftender Weihnachtstee und meine Hand wandert hin und wieder in die Spekulatius-Tüte. Gestern Abend gab es meinen ersten Glühwein. Und ich freue mich schon darauf, vegane Plätzchen-Rezepte auszuprobieren und sie im Büro verkosten zu lassen, an persönlichen Geschenk-Ideen herum zu basteln und zum Jahresende ein paar freie Tage genießen zu können.

Ich weiß, einige unter euch blicken jetzt mit gemischten Gefühlen auf den kommenden Monat. Ich kenne das nur zu gut. Deshalb möchte ich zumindest versuchen, euch die Zeit ein wenig zu versüßen. Und zwar mit vier kleinen Verlosungen an jedem der vier Adventssonntage. Ich habe hier schon einen ganzen Stapel Polsterumschläge liegen, die ich vor dem Müll-Tod retten konnte. Da hinein packe ich die ein oder andere selbstkreierte Kleinigkeit und natürlich ein Glitzer-Briefchen. ♥
Die "Gewinne" verschicke ich dann alle zusammen so, dass sie rechtzeitig zu Weihnachen bei euch ankommen. (Der 4. Advent könnte sich allerdings eventuell ein wenig verspäten.)

Heute möchte ich von euch wissen, welche Kleinigkeit euch in der kommenden Zeit das Leben leichter machen oder euch einfach einen schönen Moment bescheren und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern wird. Für mich sind das die weihnachtlichen Düfte und Süßigkeiten - aber es muss gar nichts mit dem Advent zu tun haben. Ich möchte nur wissen, was ihr unternehmt, um euch im kommenden Monat zumindest für einen Augenblick etwas Gutes zu tun. Und sagt nicht, es gibt nichts! Mit einem Kommentar nehmt ihr an der Verlosung teil. Bedenkt, dass ihr dazu bereit sein solltet, mir im Gewinnfall per E-Mail eure Adresse mitzuteilen. Ich werde mit dieser Information selbstverständlich vertraulich umgehen. Die Auslosung werde ich jeweils zwischen Freitag und Sonntag bekannt geben. Wenn ihr mit einem anonymen Kommentar teilnehmt, schreibt bitte einen (Nick)Namen dazu, damit ich euch nicht durcheinander bringe.

Nun wünsche ich euch einen schönen ruhigen Adventssonntag mit ausreichend Glitzer. ♥



Samstag, 28. November 2015

Es war so einfach

Heute gibt es einen Post für die Passwortberechtigten unter euch.  
Und zwar hier: Weiterlesen...

Ihr anderen, nicht wegklicken! Ich möchte euch noch meine kleine Advents-Aktion ankündigen: Einen ganzen Adventskalender wie letztes Jahr wird es nicht geben. Dazu fehlt mir einfach die Zeit. Aber an jedem der 4 Adventssonntage wird es eine kleine Glitzer-Überraschug geben. ♥

Morgen geht es damit schon los. Also seid schaut morgen um 16 Uhr auf meinem Blog vorbei. Ich freu mich drauf und hoffe, dass ihr auch Gefallen an meinen Ideen findet. Damit wünsche ich euch ein schönes Winterwochenende. Hat es bei euch heute auch geschneit? ♥



Samstag, 21. November 2015

Zurück in Berlin & Vegan-Update

Ich bin wieder zu Hause. Ja, jetzt schon. Aber die Zeit in der Kleinstadt schien langsamer zu verlaufen, als in der Großstadt. Es war schon ein kleiner Kulturschock, als wir plötzlich in Berlin-Neukölln standen, wo unsere Mitfahrgelegenheit uns aus dem Auto gelassen hatte. Wir befanden uns direkt vor dem S-Bahnhof und es war unheimlich laut. Und dann die vielen Menschen und die kaputte Rolltreppe und der nicht vorhandene Fahrstuhl. Schon sprach mich ein Obdachloser an, während ich mir am Automaten eine Fahrkarte kaufte und ich drückte ihm leicht überfordert das Kleingeld in die Hand, das in das Ausgabefach hinunter klapperte. In der S-Bahn schubsten und drängelten und fluchten die Menschen und aus dem Stimmengewirr hörte man die verschiedensten Sprachen heraus. Eingeklemmt zwischen Tür und Menschenrücken und mit dem vertrauten tuuut tuuut tuuut im Ohr stellte ich fest: Ja, wir sind zu Hause. Zurückbleiben bitte. Hier kommt Berlin.

Heute habe ich mir einen freien Tag gegönnt, mich für die bestandene Zeit belohnt und ein bisschen eingekauft. Unsere Wohnung ist zur Zeit eine Baustelle, weil meine Mitbewohner in der Küche neuen Boden verlegen. Das heißt auch, dass Kochen und Wäsche waschen gerade nicht möglich sind und allgemeines Chaos herrscht. Nachdem ich beim Ausräumen geholfen und ein wenig für meinen Einkauf recherchiert hatte, beschloss ich also, neben dringend benötigten Socken und veganer Kosmetik noch ein paar vegane Sachen für aufs Brot zu testen. Ja, dieses vegane Zeugs mache ich immer noch. Viele Leute in meinem Umfeld fragen mich, ob es mir denn jetzt besser geht und ich glücklicher bin und nie wieder was anderes in meinem Leben will. Das finde ich manchmal dezent unheimlich. Denn ich fühle mich eigentlich noch genauso wie vorher. Abgesehen davon, dass ich mehr Lust darauf habe, neues und leckeres Essen auszuprobieren, und dass mich das Studieren der Inhaltsstoffe insbesondere bei Kosmetik manchmal ziemlich nervt.

Nun, falls es euch interessiert, präsentiere ich euch meinen Einkauf (die Unterwäsche lass ich aber weg^^). Zuerst habe ich mich auf die Suche nach Kosmetika begeben:
















Ohne vorher nachzuschauen, wäre es mir wahrscheinlich unmöglich, zu erkennen, was denn nun vegan ist und was nicht. Aber eigentlich komme ich ganz gut klar. Ersetzen musste ich bisher Puder, Mascara, Eyeliner, Deo, Haarspray und teilweise auch Haarpflege. Lippenstifte stehen mir noch bevor, aber ich habe noch einige aufzubrauchen. Und passend zu den lila Haaren musste auch mal wieder ein lila Nagellack her.

Dann bin ich zum essbaren Teil meines Einkaufs übergegangen:


















Die "Leberwurst" hatte ich schonmal gegessen. Aber beim ersten Mal war es wirklich komisch, diesen Geschmack zu schmecken, weil ich seit über 3,5 Jahren Vegetarierin bin und seitdem sowas nicht mehr gegessen habe. Der vegane "Käse" war hingegen eine Premiere heute. Er schmeckt definitiv nicht wie Käse, aber ... nein, auch nicht wirklich gut. Eher gewöhnungsbedürftig. Ich glaube, dann verzichte ich lieber ganz darauf. Was man auf dem ersten Bild nicht wirklich erkennt ist das hier:


Und ich kann euch sagen: Das war mein schlimmstes bisheriges Vegan-Erlebnis. Das Zeug riecht wie Kotze und es schmeckt auch wie Kotze. Ich habe noch nie in meinem Leben etwas so Widerliches gegessen. Ich konnte es auch nicht runterschlucken ohne zu würgen. Deshalb muss ich es wohl leider wegschmeißen. Das kann man auch niemanden anbieten, weil es wirklich original wie Erbrochenes schmeckt. Bäh!

Um mit etwas Schönem zu enden: Ich habe inzwischen eine bessere Schokolade gefunden! Und zwar die:

Cookie habe ich schonmal probiert. Auf die weiße bin ich gespannt. :) Und ich bin froh, dass ich meinen Schokoladenkonsum zwar etwas einschränken, aber nicht auf ihn verzichten muss. Und damit versuche ich mir den Abend noch ein bisschen gemütlich zu machen. Morgen muss ich wieder arbeiten und Montag geht es direkt wieder ins Büro zum Praktikum... Irgendwie habe ich darauf keine Lust. Auch während ich weg war, musste ich teilweise in der Uni sitzend Mails beantworten, mein Chef rief gefühlt jeden Tag an und auf meine Kollegen, die mich eigentlich entlasten sollten, konnte ich mich auch nicht verlassen. Unzuverlässigkeit ist ja das, was ich am meisten hasse, vor allem, wenn wirklich wichtige Dinge davon abhängen. -.- Aber vielleicht ist die Stimmung ja inzwischen besser geworden und ich will mich nicht beschweren. Immerhin habe ich ein Praktikum. Und welcher Praktikant wird schon nicht ausgebeutet? That's life.

Ich hoffe, der ganze Shopping-Kram hat euch nicht gelangweilt. Macht euch ein schönes Wochenende! Hat jemand einen guten Film-Tipp? :)

Glitzer für eure Herzen ♥

Sonntag, 15. November 2015

Gedanken aus der Kleinstadt

Ich bin wieder in der sächsischen Kleinstadt. Schon seit Donnerstag. Es ist ein bisschen langweilig hier. Im Gegensatz zur Kleinstadt sind die Zimmer unserer Unterkunft groß. Wir haben eine Etage des Hauses für uns, S. und ich. Eine große Küche, ein großes Bad, große Betten... Gerade kam noch ein weiterer Gast, der mit uns an der Akademie in Berlin studiert hat. Ich habe ihn aber noch nie gesehen, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Er wohnt oben im Dachgeschoss. Sinn macht die Zeit hier nicht. Die Pflichtveranstaltungen nahmen jeweils höchstens eine halbe Studen ein. In den nächsten zwei Tagen dürfen wir uns zwei Vorträge aussuchen, die wir uns anhören und in englischer Sprache protokollieren müssen. Ein paar davon sind ganz interessant und wir haben uns etwa sechs heraus gepickt, die wir hören wollen. Am Donnerstag müssen wir eine mündliche Präsentation halten und am Freitag schreiben wir eine Prüfung, für die uns die Dozenten schon eine Liste mit Fragen gegeben haben, von denen einige dran kommen. Anspruchsvoll ist das nicht. Eher fühlt es sich nach Beschäftigungstherapie an. Das ist ätzend.

Ich fotografiere mein Essen, erledige ein bisschen Arbeit, um ein Uhr nachts schaltet sich das WLAN
ab und wir haben nicht mal ein Kartenspiel, um die Langeweile zu vertreiben. Mir fallen reihenweise nützlichere Dinge ein, die ich machen könnte, wenn ich hier nicht festsäße. Es ist nur eine Woche, nur fünf Tage noch, dann geht es schnell zurück in die Großstadt. Berlin verwöhnt. Die langen Öffnungszeiten der Supermärkte, immer sind Menschen unterwegs, nie trifft man auf leere Straßen oder gähnendes Nichtstun oder spießerisches Kleinbürgertum. Wir sitzen hier, lesen die Nachrichten, liegen quer auf dem viel zu großen Bett, schauen Filme, kochen, lernen, lesen und warten. Warten darauf, dass es weiter geht. Das Leben. Aber das Leben ist manchmal gruselig.

Wir denken darüber nach, wie klein der Kosmos ist, in dem wir uns befinden. Erinnern uns an die Geschichten aus unserer Kindheit, in denen immer die Guten siegten. Sie haben uns Märchen erzählt. Doch es ist an uns, das beste daraus zu machen. Aus dem Leben, das so schnell vorbei sein kann. Es ist an uns, das Leben zu feiern, statt Unheil zu fürchten. Das Unheil kommt so oder so - und Angst ist seine Lieblingsspeise. Die stärksten Menschen sind diejenigen, die trotzdem leben. Die sich der Sinnlosigkeit entgegen stellen. Trotz dass es manchmal bescheuert ist, auf der Welt zu sein. Dieser Welt. Sie ist irgendwie seltsam. Und groß. So groß, dass wir gar nicht erfassen können, was auf ihr alles los ist.

In mir regt sich der Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun. Etwas, das sinnvoller ist, als möglichst viel Shit zu verkaufen, den sowieso niemand braucht. Denn so scheint es in diesem Teil der Welt zu laufen. Profit gehört zu den höchsten Gütern. Ob das wirklich alles ist, darüber lässt sich streiten. Denn Geld ist zunächst einmal eine Lebensgrundlage. Ohne geht nichts. Gar nichts. Aber vielleicht geht mehr, als das. Ich möchte mehr tun. Etwas mit Mehrwert. Mehr Wert als Geld ihn hat. Deshalb fühle ich mich dezent nutzlos, wie ich hier in diesem aufgestylten Zimmer mit den in perfekter Symmetrie aufgehängten Bildern hocke und nichts tun kann. Nichts als mit meiner Glitzeraugen-Eule um die Wette glitzern.

Glitzert mit für alle, die das glitzern verlernt haben. ♥

Sonntag, 8. November 2015

Problemorientiert vs. Lösungsorientiert

Der Titel verrät es bereits: Dieser Post handelt von Problemen. Und Lösungen. Und davon, inwiefern diese beiden Begriffe tatsächlich zusammenhängen. Auf den ersten Blick scheint es ganz logisch: Nicht aus dem Nichts, sondern aus verschiedenen Gründen entstehen Probleme, denen Lösungen folgen, damit die Gleichung am Ende Null ergibt. So zumindest der Idealfall. Früher oder später
bekommst Du es mit Soft Skills zu tun und dann bist Du bestenfalls lösungsorientiert, im schlechteren Fall konzentrierst Du Dich mehr auf Probleme. Das Wort "problemorientiert" verwendet mein Chef häufig in Zusammenhang mit einer Kollegin von mir. Mich scheint er da anders einzuschätzen. Das wirft bei mir natürlich die Frage auf, was ich nun bin - problem- oder lösungsorientiert? Denn ich bin es gewohnt in Sachen Softskills eher schlecht abzuschneiden. Das war schon in der Schule so. Dieser schreckliche Abschnitt des Zeugnisses, in dem Verhalten und Mitarbeit in Worten vermerkt waren... Verhalten war immer sehr gut, aber der Rest... Reden wir nicht darüber.^^

Aus aktuellem Anlass kann ich wohl vermerken, dass sich seit der Schulzeit doch so einiges verändert hat. Und sogar im Vergleich zum letzten Jahr! Aus Dummheit und Vergesslichkeit geriet ich letzte Woche wieder einmal in eine unglückliche finanzielle Situation. Ich hatte vergessen, meine aktuelle Studienbescheinigung für meinen Studienkredit einzureichen. Da ich mich in dem Onlineportal noch nie vorher angemeldet und somit auch versäumt hatte, dort meine neue Adresse anzugeben, erhielt ich dazu keine Erinnerung und auch keine Vorwarnung bezüglich des Ausbleibens der Zahlungen. Erst der zufällige Blick auf meinen Kontostand führte zu großen Augen und Schockstarre. Die Zeiten des Minus waren doch eigentlich vorbei. Wie ich reagierte? Ich durchsuchte meine sämtlichen unsortierten Unterlagen nach der PIN, loggte mich in das Onlineportal ein, hinterlegte meine neue Adresse, rief am nächsten Tag dort an, klärte das Problem telefonisch, druckte die notwendigen Papiere aus und warf noch am selben Abend die Studienbescheinung in den Briefkasten. Klingt nach einer logischen Handlung? Noch vor einem Jahr hätte ich mich depressiv verkrochen und wäre in Selbstmitleid ertrunken mit der Gewissheit, es im Leben nicht zu schaffen, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen oder nach der Benutzung des Druckers zu fragen. Und nein, meine Reaktion von letzter Woche war nicht so einfach, wie sie sich hier liest. Gefühlt starb ich tausend Tode, während ich 20 Minuten lang in der Warteschleife hing. Schwitzen, Zittern und das Gefühl von in den Adern gefrierendem Blut mit inbegriffen. Aber: Ich lebe noch. Und das Problem sollte sich innerhalb der nächsten Woche in Luft auflösen...

Was will ich damit sagen? Vielleicht, dass die Lösung als logische Konsequenz eines Problems keine Selbstverständlichkeit ist. Sie verbirgt sich häufig hinter einem wild verstrickten Chaos aus Ängsten, Vorbehalten und schlechten Erfahrungen. Manchmal ist diese Verstrickung so schwer zu entwirren, dass die Lösung nie zum Vorschein kommt. Manchmal steht sie aber auch gut sichtbar hinter einer Wand aus unkaputtbarem Panzerglas. Dann weißt Du eigentlich ganz genau, was zu tun ist, aber Du kommst nicht ran an die Lösung. Das ist natürlich frustrierend. Also gibst Du Dich auf und lässt Dir ein brühheißes Selbstmitleids-Bad mit extra Schaum ein.

Es gibt jedoch etwas, das noch stärker ist als bis zur Verzweifelung verstrickte Gedankenknoten und Panzerglas. Und das ist die persönliche Einstellung. Du kannst Dir zehn Millionen Gedanken über Dein Problem / Deine Dummheit / wasauchimmer machen, davon wird es nicht besser. Selbst wenn Du nur darauf wartest, dass sich das Problem von selbst löst, ist das hilfreicher. Denn je mehr Gedanken Du Dir machst, umso größer werden die Probleme und umso mehr Knoten und Glaswände stellen sich Dir in den Weg. "Einfach machen" ist nicht einfach, aber möglich. Auch für Dich! Wenn Du etwas wirklich willst, dann wirst Du es auch schaffen. Darauf musst Du einfach mal vertrauen und den Mut fassen ins meiner Erfahrung nach wirklich beschissen kalte Wasser zu springen. Aber es lohnt sich. Das Vertrauen darauf, dass schon alles gut werden wird, ist eine bewundernswerte Fähigkeit. Diese Gelassenheit entwirrt die verknotetsten Gedanken und lässt selbst Panzerglaswände einstürzen.

Ich würde nicht von mir sagen, dass mein Selbst-Vertrauen bereits zur Gelassenheit ausgereift ist. Da ist, denke ich, noch viel viel Potenzial. Aber objektiv betrachtet hat sich da schon etwas getan. Und zwar ganz ohne müssen und zwingen. "Das Leben ist ja keine einzige Verhaltenstherapie." Scheinbar entwickeln sich einige Lösungen tatsächlich mit der Zeit. Vielleicht sind es meine bisherigen Erfahrungen, die mir sagen, dass es immer irgendwie weiter geht. Womöglich bin ich deshalb in Stress- und Extrem-Situationen so gelassen, während ich mir den Rest der Zeit selbst viel zu viele Gedanken mache, weil ich die Arroganz besitzen darf, zu sagen: "Natürlich schaffen wir das!", wenn sich mein Gegenüber schon unter der Brücke schlafen sieht, weil es sich nicht ausreichend auf die bevorstehende Prüfung vorbereitet hat.

Nun glitzert euch den Sonntagabend feenzauberbunt und habt einen schicken Start in die Woche! ♥

*Inspiriert von Z und C.


Montag, 2. November 2015

Sanftes & Schweres

[...etwas verspätet, nun ist doch schon der 2. Nov. ...]

Heute ist Weltvegantag. Und Sonntag. Der 1. November. Gestern lag mir noch ein Post für diesen Tag auf den Lippen. Jetzt ist er weg. Heute bin ich faul. Was mir nicht zu verübeln ist, nach dieser anstrengenden Woche. Neben mir duftet dampfender Tee der Sorte Zimtstern-Orange in einer Milka-Weihnachts-Tasse. Auf der anderen Seite steht ein veganes Glas Ersatz-Nutella, das glücklicherweise genauso schmeckt, wie das Original. Jap, das mit den Süßigkeiten funktioniert auch in vegan. Das macht den Umstieg definitiv leichter. Marzipankartoffeln for the world. Und ich hab auch eine Schokoladen-Neuentdeckung gemacht. Spekulatius geht übrigens auch. Mit Lebkuchen habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Ist ja auch noch ein bisschen früh, oder?

Um den Frust-Post von letzter Woche zu entkräften: Wie so oft hat sich doch einiges zum Guten gewendet. Am Mittwoch Nachmittag fuhren S. und L. und ich mit dem Auto nach Berlin und am Freitag Morgen wieder zurück in die Kleinstadt. Um 4.30 Uhr musste ich aufstehen, um rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen. L. verlangte sogar nur die Hälfte an Benzinkosten von dem, was uns ein anderer Kommilitone bei der Hinfahrt abgezockt hatte. Mit diesem fuhren wir nach der Pflichtveranstaltung am Freitag wieder nach Hause. Beide haben kein Problem damit, dass ich ihnen das Geld nächste Woche gebe, wenn mein Konto sich wieder auffüllt, denn gerade herrscht wirklich Ebbe im Portemonnaie. Die Bibliotheksführung konnten S. und ich auf den ersten Tag verlegen, an dem wir unsere Wohnung im Kuhkaff haben. So muss ich nicht nächsten Dienstag dorthin, sondern kann die nächsten 11 Tage entspannt in Berlin bleiben. Und für das Praktikum arbeiten - das macht sich sowieso besser vor Ort als aus der Entfernung. Denn ich habe in der letzten Woche gemerkt, wie anstrengend es ist, Nebenjob, Praktikum und Studium miteinander zu vereinbaren. Es ist ja auch schwer, Prioritäten zu setzen, weil alles wichtig ist. Die Einnahmen aus dem Nebenjob, die Bereiche des Praktikums, für die ich die Verantwortung trage, und eben auch die Informationen zur Bachelorarbeit und den Prüfungen. Gleichzeitig fühlte ich mich oft zum Nichtstun gezwungen. 12 Stunden lang saß ich diese Woche tatenlos im Auto. Der Freitag Nachmittag war durch das frühe Aufstehen gelaufen. Am besten nutzten wir den Leerlauf noch am Dienstag Abend, als wir in die nächste größere Stadt ins Kino fuhren und uns "Der Marsianer" ansahen.

Wie ihr seht, lösen sich manche Bedenken fast von selbst auf, die zu Anfang größer erscheinen, als sie eigentlich sind. Wichtig bleibt, nach vorn zu blicken und weiterzumachen, auch wenn es dunkel um einen wird. Ein paar weitere Gedanken dürfen nun die lieben Menschen lesen, die das Passwort besitzen. Hier gehts lang: Weiterlesen...


Wer das wirklich alles gelesen hat, bekommt einen Glitzer-Zauber-Wunder-Wohlfühl-Keks. ♥
Und alle anderen bekommen eine Ladung Super-Glitzer. ♥