Montag, 27. April 2015

Erwachsene Gedanken

Nächste Woche steht die Beleganfertigung für das Modul Schnitt an, für die ich etwa zwei Tage brauchen werde. Danach sind zwei lange Wochen frei. Und am 19. Juni, nach weiteren vier Wochen, ist das Semester vorbei. In nur sechs Wochen stehe ich vor vier Monaten Leere. Und ich habe Angst zu fallen. Alles was ich habe, ist die Nummer einer Person, bei der ich vielleicht ein Praktikum machen kann. Ich habe sie von Z, die sich in letzter Zeit so oft als gute Fee erwiesen hat.
Gute Feen können dir eine Grundlage schaffen. Aber leben musst du selbst. Ich stehe also wieder einmal vor der Aufgabe, den Hörer in die Hand zu nehmen. Eine Aufgabe, an der ich bisher fast immer gescheitert bin. Um auf den üblichen Wegen ein Praktikum zu bekommen, ist es längst zu spät. Weil meine Gehemmtheit sich auch auf das Bewerbungen schreiben erstreckt. In gleichem Maße jedoch, weil ich nicht wüsste, in welchen Bereich ich gehen wollte. Es ist nicht so, dass ich sagen könnte, was ich will und was nicht. Bei all den Sachen, über die ich nachdenke, ist keine dabei, zu der ich sagen könnte: Das ist es, genau das! Sie alle erscheinen mir gleichgültig, sind mir aber nicht egal. Ich finde mich nur nicht wieder. Vielleicht, weil ich nicht weiß, wer ich bin.

Ich wollte immer etwas Sinnvolles tun. Ich wollte irgendetwas tun, das irgendwem irgendwas bringt. Die Medienwelt ist so künstlich. So weit weg von der Welt und ihren Problemen. Dabei wollte ich die Medien doch nutzen, um die Welt ein Stück besser zu machen. Nur ein ganz kleines Stückchen, ein winziges Teilchen verändern. Aber vielleicht ist dieser Anspruch schon zu hoch.
Vielleicht habe ich mein Medium noch nicht gefunden. Vielleicht sollte ich mich vier Monate lang einschließen und denken und schreiben. Aber ich hätte Angst davor.
Ich weiß, ich sollte an mein Leben denken, an Arbeit und an Geld. Vielleicht sollte ich vorher noch lernen, wie man lebt, aber dazu bleibt keine Zeit. Zeit wäre gewesen, in den Jahren, in denen ich sterben wollte. Doch ich war zu sehr mit Überleben beschäftigt. Man bereitete mich vor auf ein Leben, dass ich niemals leben werde. Ein Leben, in dem man sich klein macht, den Kopf senkt und Angst hat. Angst vor allem und jedem. Ich habe nur Angst vor mir selbst. Manchmal frage ich mich, ob ich je Zeit haben werde, all das nachzuholen... Dabei weiß ich, dass es nicht geht, es ist zu spät, denn ich bin jetzt erwachsen. Und erwachsene Menschen treffen erwachsene Entscheidungen. Die Ironie dieses Satzes springt mir mitten ins Gesicht.

In Momenten der Ruhe versuche ich, weniger zu denken. Ich betrachte das helle Grün der Frühlingsbäume, zwischen denen manchmal ein rosafarbener steht. Ich spüre den nieselnden Regen auf meiner Haut und den Wind durch meine Haare wehen. Der Frühling besitzt diesen besonderen Duft. Er riecht nach Blütensüße und schwitzender Haut, nach Sonnencreme und faulenden Früchten, und ab und zu umhüllt ihn eine dichte Wolke schweren Damenparfums. Müsste ich nicht zehn Mal hintereinander niesen, sobald ich ins Freie trete, wäre der Frühling meine Lieblingsjahreszeit. Aber er bringt auch diese Ungewissheit mit sich, den Neuanfang, den Mutter- und den Vatertag, Urlaub, Wärme und das Klischee von Liebe. Dinge, die auf den ersten Blick positiv erscheinen, es aber nicht für jeden Menschen sind.

Freitag, 24. April 2015

Guten Morgen

Die Morgensonne scheint durch das große Balkonfenster herein.
Ihre Strahlen wärmen mein Gesicht.

Ich bin nicht freiwillig so früh aufgestanden. Nein, durch eine Fehlinformation habe ich noch eine Stunde länger Zeit, bis ich zum Dreh unseres Musikvideos muss. Also sitze ich hier mit einem Kaffee auf der Couch, die Beine ausgestreckt, und lese Blogs. Ich lese von Tränen und Schmerz und ganz viel von Selbstverachtung. Manchmal höre ich auf zu lesen und meine Gedanken schweifen ab. Nicht jeder Blog berührt mich in der gleichen Intensität, doch meistens fühle ich mit. Fühle das Brennen der Tränen, den brechenden Schmerz und die wutschmerztrauerhasserfüllte Verachtung. Fremde Tränen und Schmerzen tun fast noch mehr weh als die eigenen.

Ich könnte wohl tausend Seiten füllen, ließe ich die Hass-Stimme in mir sprechen. Doch heute möchte ich mich nicht in das Meer der leidenden Seelen stürzen.
Ich trage eine Hose, die mit Blumen und Schmetterlingen bedruckt ist. Die dominierenden Farben sind pink, hellblau und gelb. Passt dazu etwas besser als Frühlingsgedanken? Während ich diesen Satz schreibe, fliegt ein kleiner Vogel vorbei. Flügel könnten viele von uns gut gebrauchen. Vor allem jene, die zu tiefe Wurzeln geschlagen haben und sich nun nicht mehr bewegen können. Ihr seid trotzdem schöne Bäume und ich würde jeden Baum umarmen.
Ich bin hier und ihr seid da. Zusammen sind wir so stark. Wenn wir alle mitmachen, hat jeder was davon. Wenn also die Sonne scheint und die Spinnweben in Regenbogenfarben glitzern lässt, dann steht auf, reißt euch los und lebt. Ich weiß, dass ihr das könnt. Und ihr dürft es auch. Der Frühling erlaubt es euch. Niemand ist zu dumm oder zu hässlich oder zu fett dafür. Ihr seid bezaubernd schöne, kluge Menschen, mir ist egal, ob ihr mich jetzt auslacht, meiner Ansicht nach ist es so.


Und damit entlasse ich euch in den Tag. Und gehe zähneknirschend zu meiner Arbeit. Euch schenke ich dafür ein Lächeln. Und ganz viel Glitzer. ♥

Sonntag, 19. April 2015

Irgendwann

Du gewöhnst dich daran, wenig zu schlafen und viel zu arbeiten. Irgendwann ist es nicht mehr anstrengend. Irgendwann hast Du keine Angst mehr, alles falsch zu machen. Irgendwann macht es sogar Spaß. Selbst wenn Du ewig lange warten musst. Du unterhälst dich mit dem verrückten Typen von der Maske, den Du irgendwie magst, auch wenn manche sich vielleicht für ihn schämen würden. Du würdest das eigentlich ganz besonders, weil Dir ja immer alles peinlich ist. Aber heute ist es egal. Irgendwie fühlst Du dich mit dem Team verbunden, auch wenn die Verbindung nur ein Kabel ist, an dem ihr beide hängt. Du hast deinen Platz. Auch wenn es der letzte ist. Du gehst zusammen mit dem Masken-Typen Pizza und Getränke kaufen und die Leute lächen dich an, wenn Du sie fragst, ob sie etwas essen möchten. Natürlich wirst Du auch ein wenig zugeschleimt, damit Du deine Arbeit gut machst. Vielleicht scheint es, als wärst Du ein Niemand, aber wichtig bist Du trotzdem. Wenn Du nicht da bist, dann fehlt irgendwas. Man weiß nicht, was genau es ist. Aber irgendwann merkt sich jemand deinen Namen.

So wird es irgendwann sein. Das glaube ich zumindest. Irgendwann wirst auch Du wahrgenommen. Irgendwann bist Du kein Anfänger mehr. Irgendwann hast Du die Position derer, die dich heute belächeln. Aber das braucht Zeit. Viel, viel Zeit. Natürlich musst Du auch etwas dafür tun. Aber irgendwann veränderst Du dich von ganz allein. Die Zeit kann nicht alles, doch ihre Macht ist groß. Das kannst Du auf verschiedenste Weisen negativ auslegen. Doch es ist auch gut für dich. Manchmal. Erinnere dich doch einmal an dein Ich von vor fünf Jahren. Was denkst Du heute? Findest Du deine Frisur von damals furchtbar? Oder deine Kleidung? Erinnerst Du dich an Dinge, die Du gesagt oder gedacht hast, und fragst dich, wie blöd du eigentlich mal warst? Vielleicht bist Du fünf Jahre älter geworden, körperlich zumindest, aber vielleicht bist Du froh, im Hier und Jetzt zu leben.

Du musst dich nicht ändern. Du tust es einfach.


Vielleicht liegt deine Zukunft vor Dir auf der Straße. In all den einzelnen Stücken Deines Großen Ganzen. Vielleicht musst Du Dich bücken, auf den Knien rumrutschen, Dich am Boden wälzen, damit Du sie alle aufsammeln kannst. Den Wenigsten fliegt sie so einfach zu. Wir sind hier ja nicht im Schlaraffenland. Vielleicht fehlt am Ende nur noch ein einziges Teil und Du musst eine lange lange Zeit danach suchen. Dann ist es aber noch nicht das Ende. Vielleicht hörst Du niemals auf zu suchen. Trotzdem solltest Du es immer wieder versuchen. Und irgendwann bist Du einfach Da. 

Du gehörst zu den Menschen, die mich wahrnehmen. Das ist verrückt, weil wir uns eigentlich gar nicht kennen. Wir sind beide nur irgendjemand aus dem Internet. Ich bin ein großer Haufen Buchstaben und Du bist ein Teil der hellblauen Füllung meiner Statistik-Kurve. Wir sind Zahlen und Buchstaben und Grafik-Schnipsel. Wir sind 001101000101101011010101100010111010100100.
Wir sind Menschen. Wir sind echt. Wir sind da.
Danke, dass Du und ich gemeinsam da sein dürfen. ♥

Freitag, 17. April 2015

Verrückt

Ich bin verrückt?
Ein kleines Stück zur Seite gerückt.
Stehe ein bisschen neben mir.
Bin manchmal nur zur Hälfte hier.
Durchgedreht.
Dreh ich mich im Kreis.
Durchgeknallt.
Mit brennbaren Stimmen beschallt.
Verstrahlt.

Beängstigt.
Obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt.
Eigentlich.
Was verbirgt sich dahinter?
Vielen Dank, Frau Ex-Therapeutin, dass ich wegen Ihnen jedes eigentlich hinterfrage.
Und dass ich manchmal versuche, nicht an rosa Kaninchen zu denken, das ist auch Ihre Schuld.

Sinn-Gedanken summen vor sich hin.
Sie klingen nach Terzen.
Und ich hasse Terzen.
Ich erinnere mich daran, wie ich meine Terzen übte und sie auf der Treppe mithüpfen musste.
Zwei Stufen vor und eine Stufe zurück.
Wie auf dem Stepper.
Stepper hasse ich vielleicht noch mehr als Terzen.

Mir fehlen die Worte.
Dabei diktieren die Gedanken sie im Takt.
Meine Finger sind zu langsam.
Obwohl alle immer bewundern, wie schnell ich tippen kann.
Ich ziehe mit dem Stift die Linie nach, die ein Gedanke zeichet.
Doch die Linie verläuft sich.
Wie der weiße Streifen, der hinter einem Flugzeug am Himmel entsteht.
Nur umgekehrt.

Mir fehlt die Zeit.
Sie fließt davon.
Ich rotiere.
Lucia, kannst du mir morgen helfen?
Aber ja.
Frau R, können Sie nicht mehr Aufträge entgegennehmen?
Ich werde es versuchen.
Halte die Dispo in den Händen.
Ein 13-Stunden-Drehtag steht bevor.
Haken um Haken setzte ich auf meine Liste, die heute 13 Punkte umfasst.
Willkommen im Hier und im Jetzt!
Ein wirkliches Theaterstück.
Unentrückt.
Garantiert nicht verrückt. 



Sonntag, 12. April 2015

Veränderungen

Meine Haare sind orange.
Zuerst habe ich einen Haarfarbentferner verwendet, um das schwarz aus meinen Haaren raus zu bekommen. Danach hatte ich auf einmal wieder blonde Haare. Karamellblond. Dann habe ich einen Tag Pause gemacht. Anschließend habe ich eine naturblonde Färbung ohne Ammoniak drüber geklatscht. Und dann die Directions-Farben Mandarin und Apricot. In ihren Dosen sahen die so knallig aus, dass ich fast ein bisschen Angst hatte. Am Ende war es dann ein ganz natürliches rotblond. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Also nochmal das ganze mit längerer Einwirkzeit. Jetzt sehen sie immer noch so ... normal aus. Aber hier drinnen ist es auch nicht mehr ganz so hell und vielleicht leuchten sie ja in der Sonne so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hätte wohl ein helleres blond nehmen sollen. Zum Glück ist die Farbe ja bald wieder draußen. Dann kann ich etwas neues ausprobieren. Überstanden haben meine Haare die Prozedur nämlich überraschend gut. Ich hätte aber auch kein Problem damit gehabt, sie ein Stück abzuschneiden. So lange habe ich lange Haare noch nie ausgehalten. Meine Fingernägel sind nun in schwarz und bronze lackiert und ich überlege, was ich morgen anziehe. Vermutlich schwarz. "Women who wear black live colorful lifes."

Meine spektakuläre Haargeschichte interessiert euch vermutlich brennend. So wie im Moment alles, was mit Veränderungen zu tun hat. Das lese ich zumindest überall. Du musst dein Leben ändern. Du musst dein Ändern leben. Verändere deinen Charakter. Seit ich mich geändert habe, bin ich ein ganz neuer Mensch. Ich überlege jetzt, ob ich mit einsteigen soll und ob ich mich auch verändern muss. Dann denke ich an Z. Weil sie eher vom Gegenteil spricht. Sie scheint sich selbst mit all ihren Seltsamkeiten zu akzeptieren. Das klingt jetzt als wäre sie total seltsam, aber sie liest das hier ja hoffentlich niemals. Ich habe seit den jüngsten Ereignissen einen kleinen Verfolgungswahn. Also, zurück zum Wesentlichen: Z spricht immer von Z-normal, wenn sie etwas als normal bezeichnet. Jeder hat eben seine individuelle Definition von normal. Das ist ja auch ganz logisch. Schließlich sieht jeder die Welt mit anderen Augen. Was normal ist, kann man also eigentlich nur subjektiv betrachten. Und wenn subjektiv jeder Mensch normal ist, dann braucht er sich doch nicht zu ändern, oder? Gleichzeitig lese ich aber auch Dinge wie: Du musst lernen, damit zu leben. Du musst das Geschehene akzeptieren. Du wirst immer damit zu kämpfen haben. Das wird sich niemals ändern. Dann frage ich mich, ob ich nicht doch etwas ändern muss, damit alles besser wird. Und wieviel kann ich ändern, ohne dabei selbst verloren zu gehen? Schließlich machen mich auch meine schlechten Eigenschaften aus. Genauso wie die guten. Komplett fehlerfrei zu sein, das ist unmöglich. Das wäre ja auch langweilig. Aber was ist das Ziel von Veränderungen? Fehler beseitigen? Es besser machen? Oder es einfach anders machen? Das muss mir mal bitte jemand erklären. Ich verstehe das nicht immer. Wenn jemand zu mir sagt Du musst dich ändern, dann fühle ich mich angegriffen. Wenn jemand sagt Du bist gut so wie du bist, frage ich, warum ich dann trotzdem so gestört bin und nichts auf die Reihe kriege. Heißt das jetzt, dass ich mich ändern muss oder dass ich gut bin wie ich bin? Oder geht auch beides? Und wenn ja, wie? Ist es eine Frage des richtigen Maßes? Oder der richtigen Veränderung? Und was zur Hölle ist nun wieder richtig? Was bewegt euch dazu, euch zu verändern? Und was dazu, so zu bleiben wie ihr seid?

Ich nehme häufig Veränderungen an meinem Äußeren vor. Als Kind habe ich jede noch so kleine Veränderung gehasst. Irgendwann habe ich mir mal die Haare abgeschnitten und dann habe ich sie lieben gelernt, die Veränderungen. Ich verändere mein Äußeres nicht, weil es mir nicht gefällt, das glaube ich zumindest. Ich möchte nur gerne immer wieder neues ausprobieren. Ich kann in verschiedene Rollen schlüpfen, Gefühle ausdrücken, Kleider machen Leute, so ist das nunmal. Und wenn mir eine Haarfarbe nicht gefällt, dann suche ich mir eine neue aus. Heute trage ich die bunte Blümchen-Hose, morgen bin ich schwarz von Kopf bis Fuß. Aber innere Veränderungen. Die verstehe ich noch nicht. Geht das denn überhaupt? Das Innere so einfach zu verändern? Will ich das überhaupt? Und ist Ändern dasselbe, wie damit umzugehen lernen? Ich bin mir nicht sicher. Ich frage mich, welche Seite mich mehr überzeugt. Habt ihr Argumente für mich? Fürs Ändern? Fürs So Bleiben? Dann bitte her damit! Ich möchte mir eine Meinung bilden.

Freitag, 3. April 2015

Umgezogen

Wo ich gerade bin?


Ich sitze in der Küche in meiner neuen WG auf einem dunkelgrünen Sofa, höre Jazzradio und trinke widerlichen Pfefferminztee, weil meine Verdauungsorgane seit ein paar Tagen ununterbrochen tanzen.
Dienstag Nachmittag stand Z mit zwei weiteren Helfern und einem kleinen Auto vor meiner Tür. Wir begannen zu schleppen, während Li mit ihrem Schrank von einem Kumpel in der Küche saß und die Musik lauter drehte. Zwei Mal fahren und mein Hab und Gut stand im neuen Reich. Die Umzugsmuffins mit schlumpfblauem Zuckerguss und bunten Smarties waren natürlich auch dabei. Nur der Kleiderschrank war noch nicht da. Er passte nicht in das kleine Auto. Das Mädchen mit der gepunkteten Hose, dem das Auto gehörte, verabschiedete sich. Die anderen beiden halfen mir, den Schrank auseinanderzubauen. Sie bauten auseinander, ich sammelte die Schrauben ein und beseitigte das Chaos, das wir hinterlassen hatten. Z lieh mir das Geld für ein Möbeltaxi. Es war schon 21 Uhr, als wir mit allen Einzelteilen im dritten Stock ankamen und uns auf Sofa und Stühle fallen ließen. Z gefiel das Plakat über dem Küchentisch. Sie hat wohl immer einen Plan Z...


Zum Einrichten und Möbel aufbauen bin ich noch gar nicht gekommen. Mittwoch musste ich mein altes Zimmer putzen. Ich kann euch nur raten: Passt auf mit Patafix! Die Wände sind total fleckig und ich muss sie überstreichen. Aufgefallen ist mir das natürlich erst am Abend vor dem Umzug.
Eine positive Überraschung erlebte ich am Ende dieses Tages doch: Ich hatte ein fettes Plus auf dem Konto. Vor ein paar Tagen hatte ich die Nachricht bekommen, dass mir der Studienkredit endlich gewährt würde. Nach über zwei Monaten das erste Mal wieder Bargeld in den Händen zu halten, war ein seltsames Gefühl. Es ist schon traurig, dass ich mich darüber freuen muss. Dass so ein Stück Papier so viel wert sein kann... Nach Abzug von Studiengebühren und Schuldenraten ist allerdings nicht mehr so viel übrig. Meine Eltern haben auch wieder weniger überwiesen. Eine nicht lebensnotwendige Sache erlaube ich mir trotzdem. Ich muss mich nur zwischen Büchern und Haarfarbexperiment entscheiden. Ich denke, ich nehme die Haarfarbe, denn ich gehöre zu diesen Menschen, die bei Veränderungen immer eine neue Frisur brauchen. In der Uni nennt man mich auch das Haarchamälion. Was es wird, verrate ich erst, wenn es auch funktioniert hat. Da bin ich mir nicht so sicher mit meiner aktuell ziemlich dunklen Farbe und hoffe, ich habe am Ende keine Glatze.

Gestern musste ich wieder Texte schreiben. Wenn ich noch einmal was über Väter oder Autos schreiben muss, dann.... Der Telefonjob-Chef wollte sich eigentlich bei mir melden, hat er wieder einmal nicht getan. Eine Kommilitonin von mir arbeitet im Zoo, dort suchen sie noch jemanden, der Kuscheltiere verkauft. Vielleicht wäre das eher was für mich.

Heute oder morgen werde ich mich dann wohl meinem Zimmer widmen, damit es bald wohnlich und gemütlich ist. Was macht ihr die Osterfeiertage? ♥