Montag, 10. April 2017

Kurze Meldung

Ich lebe noch. Beziehungsweise arbeite ich hauptsächlich. Schlage mich mit meinen Allergiesymptomen herum. Und versuche, mich nicht gänzlich zu verlieren. Denn ich bin weit entfernt von mir selbst, wenn mein Arbeits-Ich das Steuer übernimmt. Es führt perfekten Small-Talk, für den mein Selbst sich schämen und hassen würde, wäre es zu nah am Geschehen. Ich bin "die Maschine". "Der Blitz". Ich glaube, einige meiner neuen Kolleg*innen halten mich für eine Streberin. Ich bin schnell im Texten, schaffe ein hohes Pensum in guter Qualität. Das sage ich nicht einfach so, weil ich es von mir denke - man sieht es im System. Und auch vom Lektorat habe ich bisher immer postives Feedback erhalten. Oder die Nachricht, dass betreffender Kollege sich nur noch nicht vorgestellt hat, weil nichts zu beanstanden war. Aber ich mache nichts besonders oder anders. Ich schreibe einfach so, wie ich es auch in meinem alten Texter-Job gemacht habe, wo ich Feedback immer in eher unfreundlich formuliert vor den Latz geknallt bekam. Und die miserable Pro-Wort-Bezahlung hat mich vielleicht so schnell gemacht. Oder ich lag einfach richtig damit, dass ich sehr gut schreiben kann...

Heute kamen noch einmal Bewerbungsaufgaben für eine Journalistenschule, für deren Bewerbungsverfahren man sich schon vor einiger Zeit registrieren musste. Völlig utopisch, dort jemals angenommen zu werden und ich möchte ja auch nicht unbedingt weg aus Berlin. Ich will nur wissen, ob ich wenigstens die erste Runde bestehen würde. Um zu sehen, wo ich stehe, auch wenn selbst die Wahrscheinlichkeit, in die zweite Runde zu kommen, sehr gering ist. Bei einer der Aufgaben habe ich schon eines der Wahlthemen gefunden, das mir wahrscheinlich liegt. Bei der anderen - naja... Falls jemand von euch entweder sehr arm ist oder einen Job macht, den eigentlich niemand will, und dann noch in Berlin wohnt, meldet euch mal.^^

Ich habe das Gefühl, mir in der zweiten Arbeitswoche schon wieder etwas näher zu sein. Die Müdigkeit ist nicht mehr ganz so groß, mein Körper passt sich dem neuen Rhythmus langsam an, auch wenn ich noch manchmal zeitverwirrt bin. So wie jetzt, es ist auf einmal 19.30 Uhr und ich habe noch nicht angefangen, meine Kartoffeln fürs Abendessen zu kochen. So wird das hier tatsächlich einmal eine kurze Meldung.


1 Kommentar:

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