Samstag, 26. März 2016

Praktikum: 1. Woche um!

Ich könnte diesen Post mit einer Phrase beginnen und sagen: Es war ein Wechselbad der Gefühle. Das klingt zwar genauso euphorisch, wie es heute draußen nach Frühling riecht. Aber auch mindestens so kitschig wie die ganzen "Frohe Ostern"-Bilder auf Facebook. Immerhin beschert uns dieses quietschbunte Fest, dessen ursprünglicher Sinn gar nicht so quietschbunt ist, vier freie Tage. Das heißt, meine erste Praktikumswoche war ebenso nur vier Tage lang, wie es die zweite sein wird. Da es euch wahrscheinlich brennend interessiert, teile ich euch ganz phrasenfrei mit, wie die so gelaufen ist.

Ich denke, es lässt sich schon als kleiner Jetlag bezeichnen, nach 7 Wochen wieder um 7 Uhr aufzustehen. Verbunden ist das dank meines gestörten Rhymthus auch mit wesentlich weniger Schlaf als sonst. Und das macht wohl einen Großteil des Gefühlschaos aus. Früh aufstehen tut einfach weh.^^

Davon abgesehen war es gemessen an meinen Erwartungen gar nicht soo schlimm. Das meine ich in dem Zusammenhang, dass erste Tage oder erste Wochen ja immer ein bisschen schlimm sind. Das ist ganz normal (hoffe ich jedenfalls). Ich weiß nicht, wie viel ich erzählen kann oder muss, damit ihr irgendwie mitkommt. Allgemein gesagt sitze ich in einer scheinbar klassischen Online-Redaktion. Die Leute dort haben definitiv wesentlich mehr Ahnung von dem was sie tun, als mein alter Chef. Die Erklärungen meiner Aufgaben sind jedenfalls absolut idiotensicher. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine sozialen Fähigkeiten (sprich: Mund auf) noch zusammensammele. Aber ich habe dezent das Gefühl, der hält mich ein ganz kleines bisschen für bescheuert. Ich komme mir vor, wie eine Schülerpraktikantin, die obendrauf noch null PC-Kenntnisse hat. Aber ich habe ja noch genug Zeit, um vom Gegenteil zu überzeugen. Vielleicht ist es auch nur die Umstellung vom alten Praktikum auf das neue. Ich hatte dort ja schon gut was zu sagen und erklärt hat mir kein Mensch irgendwas. Deshalb bin ich von der Idiotensicherheit mal abgesehen regelrecht begeistert von den Arbeitsbedingungen. Ich habe Gleitzeit. Ich darf im Büro essen und trinken. Und der Kaffee ist kostenlos. Ich bekam einen Block und stand vor einem ganzen Schrank voller Klebezettel, Stifte, Textmarker und Notizhefte. (Der Traum einer Schreibverrückten^^). Die Menschen sind zwar größtenteils um einiges älter als ich und ihre Gesprächsthemen drehen sich um die Einschulung ihrer Kinder oder ums Heiraten. Aber nett wirken sie eigentlich alle.

Über die Arbeit selbst kann ich euch leider nichts erzählen. Bisher ist das auch noch nicht so spannend. Und nach dieser kurzen Zeit von vier Tagen ist das auch erstmal alles, was ich zu berichten habe. Dass mein Befinden ziemlich durcheinander geraten ist, hat meinem Gefühl nach nichts mit der neuen Stelle zu tun. Die vollende Verwirrung setzte schließlich schon vorher ein. Ich weiß nicht so richtig, wie was warum. Das ist auch sehr wechselhaft. Bei meinem letzten Z-Termin war ich den Tränen gefährlich nahe, aber dann gibt es auch immer wieder Momente, in denen ich - ihr wisst schon - rumhüpfe. Es ist die Angst, nicht genug Zeit zu haben, abgelöst von der Motivation, die Zeit zu gestalten, dem Wunsch, sie anzuhalten und dem Erkennen, dass das nicht geht. Kiwi sagt, ich denke zu differenziert. Und diese durchdrehte Denkerei nimmt mir die Zeit weg.

Es gibt noch ein paar mehr Seiten in meinem Notizbuch, über die ich gerne schreiben würde. Aber das verschieben wir auf den nächsten Post. Heute geht es mir ja eigentlich ganz gut. Und S. hat gerade angerufen und kommt gleich vorbei, weil sie schon zu einer Verabredung losgefahren ist, die jetzt abgesagt hat. Ich sollte schnell noch ein bisschen Chaos beseitigen. Immerhin ist es mir gelungen, meine Home-Office-Ordnung größtenteils beizubehalten. Nur Schreibtisch und Nachttisch quellen über. Ich mache zur Zeit irgendwie ständig Hamsterkäufe, was Süßigkeiten und Co angeht. Immer, wenn ich was Veganes entdecke, muss es mit. Heute Abend wollen wir mit einem Freund noch in eine Bar gehen. So sieht unser "Ostern feiern" aus. Ich hoffe, ihr habt frei und genießt das verlängerte Wochenende. Glitzerglitzer für alle da draußen und immer schön stark und wundervoll bleiben! ♥♥♥



1 Kommentar:

  1. Yay, Glückwunsch!:D Ich finde da kannst du echt stolz sein, diese Umstellung gepackt zu haben und dass du dann "Jetlag" hast ist ja voll verständlich. Ich hoffe es wird mit der Zeit einfacher! Die Arbeitsbedingungen klingen jedenfalls ziemlich cool :)
    Mit differenziertem/analytischem Denken ist das glaub ich immer so eine Sache. Kann viel kaputt machen, weil man Dinge ja auch überinterpretieren und -analysieren kann. Passiert mir auch. Ist doof -.- und man stresst sich halt auch sehr viel. Gestern hab ich ein Schokoosterei analysiert, das ist zwar harmlos, aber ich hab bestimmt 10 Minuten über Form, Füllung und physikalische Gesetzmäßigkeiten nachgedacht, dabei ist es doch nur ein blödes Ei -.- (dafür meine ich jetzt zu wissen, warum die Füllung in dem oberen Teil ist und nicht im unteren, wie ich es logischer finden würde^^)
    Ja, das stimmt, es ist sehr anstrengend. Und nervig. Ugh. Ich hab schon das Gefühl, die ES-Gedanken differenziert betrachten zu können, aber ich steck leider schon noch drin, irgendwie :(
    Magersüchtiger Chef? O.o
    Dankeschön, ist bei uns ähnlich. Ostern ist bei weitem nicht so wichtig (und schlimm) wie Weihnachten, aber trotzdem blöd genug. Wir haben es ganz gut überstanden, es war nicht leicht, aber jetzt ist es ja vorbei :D
    Musst du dann ab heute wieder arbeiten?
    Alles Gute für dich! :*

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