Donnerstag, 25. Februar 2016

Vom Schaffen und Fühlen

Eigentlich wollte ich gestern schon bloggen. Aber dann war ich einfach todesfertig und konnte mich nicht mehr bewegen. Heute geht das übrigens auch nur eingeschränkt. Muskelkater. Gestern kamen die Einzeteile meines Bettes an und ich schraubte den halben Tag und lotete sämtliche körperlichen Möglichkeiten aus, um auch ohne vier Hände alles gleichzeitig festzuhalten. Ehrgeizig wie ich bin habe ich natürlich alles allein innerhalb von fünf Stunden aufgebaut. Aber ich kann auch ohne Anleitung und ohne fremde Hilfe Kleiderschränke zusammen bauen. Jaja, und jetzt ist es fertig, das gute Stück. Die erste Nacht war angenehm und es ist ein tolles Gefühl, sich auch sitzend im Bett aufzuhalten, ohne Angst haben zu müssen, dass es zusammenkracht.



Jedenfalls bin ich sehr stolz auf diese neue Errungenschaft und würde am liebsten allen davon erzählen. Also auch euch, versteht sich. Im letzten Post haben wir ja über Utopien gesprochen - also, ich habe davon gesprochen, die Mehrheit von euch schien sich lieber auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber das ist ja auch gut. Das Gefühl, etwas zu schaffen, das machte es sich in den letzten Tagen bequem bei mir. Sei es das Bett oder früher mit der Arbeit fertig zu werden. Den heutigen Tag habe ich bisher damit verbracht, die Regale unterm Bett fertig einzuräumen, eine ganze Menge Mist auszusortieren und meinen Kleiderschrank ansehnlicher zu machen - sprich aufzuräumen. Mein Vorstellungsgespräch am Dienstag war eigentlich ganz gut. Nach anfänglicher Skepsis warte ich nun ungeduldig auf die Entscheidung, von der ich wohl erst Anfang nächster Woche erfahren werde. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl, sollte auch ein paar Texte nachschicken, aber irgendwie habe ich doch auch Angst vor einer Absage. Einfach aus Prinzip. Ich will gut sein und überzeugen, aber ich kann unglaublich schwer einschätzen, wie ich nach außen hin wirke. In meinem Kopf ist das Bild einer unsicheren, unscheinbaren, schüchternen, verklemmten und unfähigen Person immer noch fest verankert, dabei weiß ich EIGENTLICH, dass ich so nicht (mehr?) bin. Ich weiß aber nicht, ob ich auf andere freundlich, witzig, peinlich, kompetent, dumm, böse, ruhig, zu wild gestikulierend oder mich zu fest am Kaffeebecher festhaltend wirke. Außerdem merke ich, dass mich mein alter Chef echt ein bisschen vorbelastet hat. Ihm war ich ja alles mögliche: zu emotional, zu aufmüpfig, zu verklemmt, was sexistische Witze anging, nicht locker genug, nicht organisiert genug, nicht belastbar genug, zu langsam, zu schnell, zu ... aber meine Aufgaben machte ich ja unglaublich gut! Ähm. Ja. Egal. Ich versuche mich davon mal frei zu machen.

Da wollte ich gar nicht hin mit diesem Post. Ich wollte über das Schaffen schreiben. Die Tage sind wie immer viel zu kurz, um die langen Wanna-Do-Listen in meinem Kopf erfüllbar zu machen. Bei den To-Do-Listen in meinem Kalender sieht es da glücklichweise besser aus. Ich entwickele ein Gefühl dafür, was ich an einem Tag schaffen kann. Meine Aufräum-Challenges sind jetzt eigentlich alle erfüllt und ein herkömmlicher wöchentlicher Putztag wird nun hoffentlich langfristig ausreichen. Umso mehr wird es Zeit für eine neue Aufgabe. Ich habe Hummeln im Hintern, wie es sich so schön sagt. Mancmal renne ich wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her, schlittere durch den langen Flur und habe ein bisschen viel Energie. Vielleicht, weil bald Frühling wird. Schreibe ich, nachdem bis vor Kurzem ein wilder Schneesturm vor meinem Fenster tanzte.

Jetzt scheint wieder die Sonne und ich glaube, das nutze ich schnell noch, bevor sie gleich wieder untergeht. Für einen Gedankenspaziergang auf der Suche nach gehaltvolleren Inhalten für das nächste Mal. Glitzert morgen schön ins Wochenende! ♥

Kommentare:

  1. Das Bett sieht total schön und gemütlich aus :)
    Wsa genau wäre bei der neuen Stelle deine Arbeit? :)
    Ich kann mir gut vorstellen, dass dich der neue Chef vorbelastet hat, aber ich hoffe du findest durch viele positive Erfahrungen und Rückmeldungen bald (wieder?) mehr zu dir selbst. <3
    Alles Liebe, Lia

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  2. Hey lilly. Das Bett sieht wirklich schön und praktisch aus. Das erste, was ich. Mich gefragt hab, ist, was da für Bücher stehen :D aber nein, heranzoomen hilft nix... Haha.
    Ja, wie nehmen andere einen wahr. ? Hm. Ich frag mich das auch oft. Bin jetzt angefangen, andere das zu fragen. Tja und (oh Wunder) es kommt ein ganz anderes Bild heraus als jenes, das ich von mir selber habe :D ich habe schon viele Dinge von anderen über mich gelernt, z.b. Dass sie bewundern, dass ich mich auch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen kann. Und ja. Das Ist so. Heute hat es kurz 5minuten so Disney-Film-mäßig geschneit, so fluffig, und ich habe mich so über den Schnee und die kleinen. Kinder mit ihren staunenden Gesichtern gefreut. Die Welt war für ein paar Minuten zu einem verzauberten Ort geworden. Zumindestmeine Welt. Das war wunderschön.
    Außerdem hatte ich heute eine erfolgreiche therapiesitzung und jetzt in ich sicher dass ich bei hierbleiben werdend jetzt geht's noch ums organisatorische und dann kanns losgehen.

    Ich wünsche direkten schönen Abend und viel Glitzer:)

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  3. Hey Liebes ♡

    Länge nichts mehr von mir hören lassen.
    Ich wollte dir nur sagen, dass das Bett unglaublich schön geworden ist und ich dich ein bisschen "um deine hummeln im hintern" beneide! :D
    Ich drück dir die Daumen für den Job!

    Glitzer,
    D ♡

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