Donnerstag, 14. Januar 2016

Ich habe es getan!

Was hat sie nun wieder angestellt? - Vielleicht fragt ihr euch das jetzt, vielleicht auch nicht... Erfahren werdet ihr es trotzdem...

Tja. Ab Februar bin ich eine freie Frau oder wie man das nennt. In meinem wöchentlichen Chef-Lucia-Meeting heute habe ich dem Chef mitgeteilt, dass ich sein Unternehmen Ende Januar verlassen möchte, um mich nach einem anderen Praktikum umzusehen. Einen Plan, wem ich innerhalb der nächsten zwei Wochen welche meiner Tätigkeiten übertragen werde, hatte ich ebenfalls für ihn. Ich habe meinen Standpunkt wohl selbstbewusst genug dargelegt und so hat er gar nicht erst versucht, mich - wie er es mit anderen Praktikanten zu tun pflegt - davon zu überzeugen, zu bleiben. Ihm scheint klar zu sein, dass ich Entscheidungen gut durchdacht treffe. Und dass ich weiterkommen will und mich nicht für ein Stück Papier (danke für die Formulierung, liebe Aryadne) und aus Faulheit wie ewig mitschleifen lasse, für etwas, hinter dem ich nicht wirklich stehe, wie einige meiner Praktikanten-Kollegen es tun. Er hat mir sogar emfohlen, mich bei etwas größeren Unternehmen zu bewerben, und nicht bei StartUps. Im Anschluss hat er mich allerdings schlicht ignoriert. Aber er ist wohl jetzt auch damit beschäftigt, seinen Arsch zu retten, denn ich bin nicht die einzige, die in Kürze nicht mehr oder deutlich weniger für ihn arbeiten möchte. Nun, das kommt davon, wenn man seine Mitarbeiter anbrüllt, beleidigt UND unter aller Sau bezahlt...

Kommentare meiner Kolleginnen:
"Find ich gut, dass Du da so straight bist."
"Das ist eigentlich der richtige Weg."
"Hoffentlich merkt er jetzt mal was."

Ihr dürft jetzt aufatmen, denn wutentbrannte Kotzergüsse über die Arbeit gehören bald der Vergangenheit an. Die Planänderung kam zwar relativ spontan, doch sie war eher eine Eingebung als ein Entscheidungsprozess (der begann schon vor einer Weile). Ursprünglich wollte ich ein neues Praktikum finden und den Zeitpunkt, zu dem ich das alte Praktikum beende, davon abhängig machen. Doch schon in der zweiten Woche dieses Jahres bin ich wieder so in meinem Trott gefangen und täglich frustriert über die sich nicht bessern wollende Stimmung, dass ich gar keinen Raum dafür habe, herauszufinden, was ich will. Finanziell ist die Sache gar nicht so kompliziert. Ich habe einfach mal den Taschenrechner in die Hand genommen und wenn ich, angenommen im Februar noch ohne neues Praktikum, nun etwa 30 Stunden die Woche meinen Texter-Job ausübe, habe ich fast genauso Geld, wie jeweils in den letzten zwei Monaten, in denen ich etwa 60 Stunden die Woche gearbeitet habe. Dann bleiben im Februar pro Woche 30 Stunden mehr Zeit, in denen ich nachdenken und Bewerbungen schreiben kann. Nach Angeboten halte ich jetzt im Januar natürlich weiterhin Ausschau. Aber ich habe nicht den Druck, bis Februar genau DAS finden zu MÜSSEN. Und letztlich freue ich mich unglaublich sehr auf die Zeit für mich, ob sie nun eine Woche oder einen Monat lang dauert...

Wofür ich mir Zeit nehmen möchte:
- besser essen, öfter kochen, vegane Rezepte ausprobieren
- viel lesen, auf dem Laufenden bleiben, was das Weltgeschehen betrifft, mich informieren
- herausfinden, was ich eigentlich will
- entdecken, was alles möglich ist
- ausschlafen

Und natürlich will ich das sinnvolle und richtige (Pflicht)-Praktikum für mich finden und mir überlegen, in welche Richtung meine Bachelorarbeit gehen soll. Auch wenn ich die nun erst im nächsten Wintersemester schreiben und mein Studium Anfang 2017 abschließen werde. Das ist der (einzige) Nachteil. Aber bevor ich diesen als Akt des Versagens bewerten konnte, habe ich lieber schnell alles in die Wege geleitet. Denn die Entscheidung an sich steht aus Gefühl und Verstand heraus fest. "Wir leben in einer Zeit", in der es sich lohnt, den Kopf einzuschalten, und das möchte ich tun, bevor ich mich für den Rest meines Lebens auf den Arbeitsmarkt stürze. Lieber probiere ich mich aus und suche und finde und - lebe. Dieses Jahr im Sommer schon fertig mit studieren zu sein, kann ich mir auch irgendwie gar nicht vorstellen. Ich werde dann schließlich gerade erst 22. Warum fühle ich mich bloß manchmal so alt?!

Gut, nun wünsche ich euch allen eine angenehme Nacht mit Sternchen* und Glitzer. ♥
Ich muss dringend schlafen.^^
Bleibt stark ♥




Kommentare:

  1. ich finde es total klasse wie man immer mehr deine positive art. fröhliche art 'kennen lernt'.
    ich bin auch froh, wenn ich mit meinem derzeitigen job fertig bin. und auch ich nicht mehr rumjammern muss. immerhin ist die bezahlung gut und das ende absehbar:)
    bald kommt vielleicht ein bild von meinen haaren. wenn ich es irgendwie hinbekomme, dass die farben auf dem foto annähernd so aussehen wie in echt. aber ich glaube.. das werde ich nie hinbekommen.
    welche farben hast du dir denn wieder bestellt?

    glitzer für dich zurück ♥
    und viel glück bei der praktikumssuche.

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  2. WUHU! Ich bin so stolz :-) Du tust etwas gutes für dich! Und ja. Ausschlafen ist ein gutes Ziel :-)
    Ich glaube zwar nicht, dass dein (bald ehemaliger) Chef daraus lernt, denn er ist eben Chef, und da sind einige miese menschen dabei. Ich kenne das auch. Aber ich finde, du tust genau das richtige, und hinterlässt vielleicht eine Motivation bei deinen Kollegen, auch für ihre Bedürfnisse zu kämpfen.
    LG

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  3. Naja, man könnte theoretisch auch einen Sprachcomputer haben, der automatisch alle Texte auf einer Internetseite vorliest... das, der Gänze halber, nur mal erwähnt.
    Du kriegst immer Glitzer von deiner Fee <3
    Kein Eigentor, du hast dir damit doch auch selbst Mut machen können! Oder nicht? :D
    Immer wieder gerne, mal mehr und mal weniger weise xD
    Hab ich jetzt auch gemerkt xDD

    Oh Gott ja das kenne ich, ich fühle mich auch total alt ._. Schlimm so was ... Wann genau hast du denn Geburtstag?

    Alles Liebe deine J- ähm Lovelyfee ♥

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  4. Meine Liebe, ich möchte dich für den #Liebster Award nominieren. Wenn du Lust hast mitzumachen, dann schaue doch hier vorbei und sag mir Bescheid :)

    http://lebens-geschichte.blogspot.de/2016/01/liebster-award.html?m=1

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