Sonntag, 9. August 2015

Endlichkeit und Grenzen

Ein erstes Festival-Bändchen ziert mein linkes Handgelenk.
Es ging um Love...
Die Melancholie der Vergänglichkeit überkommt mich. Dezent.


Und das Ende wirkt entzaubernd.
Jeder Tag, der zu Ende geht, lässt die Vergangenheit in weitere Ferne rücken.
Jede verzauberte Minute löst sich in Luft auf. Verpufft.
Tick tack tack tack. Tick tack tack tack. Tick tack tack tack. Tick tack tack tack.
Das Metronom des Lebens klopft erbarmungslos an eines jeden Tür.

Zwei Zöpfe hängen über meine Schultern und schon werde ich wieder einmal jünger geschätzt. Der Schrank von Türsteher beäugte meinen Ausweis kritisch, weil das Mädchen auf dem Foto mir kaum ähnelt. Dann sagte er, wir sollen aufeinander achten. Sonst müsse er wieder alle hübschen Mädchen besoffen vom Gelände tragen. Ich hob eine Augenbraue und schob mich an ihm vorbei.

Manchmal fühle ich mich älter als ich bin.
Haltet die Gedanken. Haltet sie!
Die unbeschwerte, frei gelebte Zeit. Für mich hat sie gerade erst begonnen und ist so bald wieder vorbei. Statt sie aber zu genießen, lasse ich mich viel zu oft von Gedanken und Zweifeln verfolgen. Ständig muss ich mich rechtfertigen, dafür, dass ich mein Leben anders interpretiere, als all die anderen, die nicht in meinem Körper stecken. Die anderen, die glauben es wäre leicht zu sein. Die anderen, die glauben, mir fiele es zu leicht um wahr zu sein. Diejenigen, die mir meine Stimme nehmen, weil sie glauben, ich hätte keine. Diejenigen, die nur schwarz und weiß sehen wollen. Sie meinen es nicht böse. Das weiß ich doch. Sie hören nur dort auf zu denken, wo die allgemeine Meinung bereits festzustehen scheint. Das gilt für alle möglichen Realitäten. Überall die selbe Denke. Doch wehe denen, die sie alle auf die selbe Stufe stellen!

"Make Love... Habt ihr verstanden? Liebe machen!", sagte der Sänger, als sein Lovesong zu Ende war. Ja, so kann man es auch ausdrücken. Liebe schenken, Liebe teilen. Habt euch lieb! Und hört auf, in den Anderen nach dem Schlechten zu suchen, das euch ihnen überlegen macht!


Mit liebevollen Glitzergrüßen verabschiede ich mich in die Nacht.
Wenn ich mutig genug bin, melde ich mich bald zurück. Wenn nicht, seid versichert, dass es mir gut geht. Ich habe genug zu tun, um so zu tun, als würde ich mir kontinuierlich selbst vertrauen. Außerdem ist Kiwi in der Stadt. ♥

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